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Christian Bale: „Ich bin kein Freund von diesen Oscar-Kampagnen“

Christian Bale spielt im Film „Vice“ den Vize-Präsidenten der USA.

Herr Bale, statt in Hollywood Ihren mit acht Oscar-Nominierungen gespickten Film „Vice“ zu bewerben, sind Sie gerade in Berlin ...

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Beim Oscar geht es darum, Filme zu feiern – und nicht darum, einen Wettstreit anzuzetteln. Ich bin kein Freund von diesen Oscar-Kampagnen.

Mal hungern Sie für Ihre Kinorollen, bis die Rippen hervorstechen wie in „Der Maschinist“, dann wieder futtern Sie sich 20 Kilo Speck an wie jetzt als US-Vizepräsident Dick Cheney: Wieso quälen Sie Ihren Körper so?

Das war notwendig. Körper und Geist bilden beim Schauspielern eine Einheit, da geht es auch um Glaubwürdigkeit mir selbst gegenüber. Und ganz nebenbei bemerkt: Die Make-up-Abteilung hat auch ihren Teil beigetragen. Denen habe ich gesagt: Wenn es gut läuft, stecke ich das ganze Lob ein. Wenn es schlecht läuft, seid ihr schuld.

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Hat Sie Ihr eigenes Spiegelbild mal in Schrecken versetzt?

Ich habe mich der Figur Dick Cheney über Monate angenähert, wir haben viel ausprobiert. Und dann saß ich jeden Tag vier Stunden in der Garderobe. Da gab es keinen Moment des Erschreckens.

Was tun Sie, wenn Ihnen die Rückkehr als Batman angeboten wird: Bleiben Sie dann dabei, sich nicht wieder das nötige Kampfgewicht anzutrainieren?

Das ist jedenfalls meine heutige Position.

Was haben Sie vor dem Film „Vice“ über Dick Cheney gewusst?

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Ich kannte die Geschichten, wonach er der heimliche Strippenzieher im Weißen Haus war. Aber ich wusste nicht, bis zu welchem Grad er tatsächlich in die Vorbereitung des Irak-Kriegs 2003 involviert war. Der Mann hat sich nie entschuldigt für das, was er angerichtet hat.

Haben Sie Cheney wirklich mal Darth Vader genannt?

Ja, und wissen Sie, warum? Er selbst sieht sich so, er findet das witzig. Seinen Hund hat er als Dunklen Lord verkleidet und die Kinderzimmer seiner Enkel mit Darth-Vader-Spielzeug dekoriert. Er saß sogar mal in dieser Aufmachung hinterm Schreibtisch.

Gab es etwas, was Sie an diesem Vizepräsidenten mochten?

Wie sollte man nicht mögen, wie er seine lesbische Tochter Mary geschützt hat – gegen die vorherrschende Meinung in seiner Partei. Was immer ich über ihn gehört habe: Er muss ein hingebungsvoller Vater und Ehemann sein.

Wen halten Sie für den gefährlicheren Politiker: Dick Cheney oder Donald Trump?

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Ein intelligenter Mann ist immer gefährlicher als jemand, der impulsiv und laut ist. Womit ich nicht sagen will, dass Trump ungefährlich ist. Er ist zu vielem fähig. Aber Cheney war ein guter Schachspieler. Können Sie sich Trump als Schachspieler vorstellen?

Cheney wollten Sie gar nicht treffen, aber sind Sie mal Trump begegnet?

Bei „Batman“ haben wir im Trump Tower gedreht. Ich war in meinem Bruce-Wayne-Outfit da, mit rotem Schlips und zurückgekämmtem Haar. Ich sah aus wie Trump jr. Die Produzenten baten mich: Fahr mal hoch zu ihm, sonst schmeißt er uns noch raus. Da war ziemlich viel Gold überall.

Noch mal zum Oscar: Stimmt es, dass Sie besondere Glücksschuhe für solche Anlässe anziehen?

Wissen Sie, ich bin ein bisschen sentimental. Alle anderen hassen diese Schuhe, aber ich habe sie zusammen mit meinem Vater gekauft. Ich verbinde Erinnerungen damit. Egal was die Leute sagen, ich trage diese Schuhe zum Smoking.

Von Stefan Stosch/RND

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