Chinesen machen Crashtests mit lebendigen Schweinen

  • Um Kindersitze zu testen, sollen chinesische Forscher zehn Wochen alte Schweine in Crashtests benutzt haben.
  • Die Hälfte der Tiere ist dabei qualvoll verendet.
  • Tierschützer und auch Politiker fordern den sofortigen Stopp dieser Tests.
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Eine chinesische Forschergruppe soll Kindersitze in einem Crashtest mit lebendigen Schweinen geprüft haben. Das berichten verschiedene Medien, darunter „Bild“ und „Dailymail“. Demnach sollen die Tests mit bis zu 50 km/h durchgeführt worden sein, sieben der 15 zehn Wochen alten Tiere sollen dabei gestorben sein. In der US-Fachpublikation „International Journal of Crashworthiness“ berichten die Forscher über ihre Ergebnisse und veröffentlichen Bilder der Schweine in den Kindersitzen.

Tierschützer aus aller Welt sind schockiert. Anne Meinert, Referentin Tierversuche bei Peta, sagte zu „Bild“: „Intelligente und empfindsame Tiere wie Schweine bei Hochgeschwindigkeits-Crashtests in China gegen Wände knallen zu lassen, ist schlichtweg grausam. Das führt zu schweren Brüchen, Quetschungen, Schnittwunden und schrecklichen Todesfällen.“

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In den USA waren Crashtests mit Schweinen oder anderen Tieren lange üblich, diese Versuche endeten aber in den 1990ern.

Grünen-Tierschutzexpertin Renate Künast fordert bei „Autobild“: „Diese Versuche müssen umgehend beendet werden. Kindersitze, die so getestet wurden, sollten nicht auf den europäischen Markt gelangen können. Hersteller, die ernsthaft an der Sicherheit von Kindern interessiert sind, nutzen keine kleinen Schweine, sondern moderne Crashtest-Dummys.“

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RND/lob