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Chilenische Tierärzte bieten Hunde-Impfstoff für Menschen an – Geldstrafe

  • Eine Tierärztin aus Chile hat sich und mehreren Mitarbeitern einen Impfstoff verabreicht zu haben, der Hunde vor Coronaviren schützen soll.
  • Zudem soll sie auch anderen Menschen eine Impfung angeboten haben.
  • Die Medizinerin und ein weiterer Tierarzt, der für den Einsatz des Hunde-Impfstoffs geworben hat, wurden zu einer Geldstrafe verurteilt.
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Santiago. In Chile habe zwei Tierärzte einen Hunde-Impfstoff als Schutz vor Covid-19 auch für Menschen angeboten. Die Gesundheitsbehörde in der Provinz Antofagasta wurde auf eine tiermedizinische Praxis aufmerksam, in der Mitarbeiter keine Masken trugen mit der Begründung, alle seien geimpft. Das war allerdings im vergangenen Jahr, als in Chile noch keine Vakzine gegen das Coronavirus zugelassen waren.

Die stellvertretende Leiterin der Gesundheitsbehörde in Antofagasta, Roxana Díaz, sagte am Dienstag in einem Fernsehinterview, die Tierärztin dort habe eingeräumt, sich selbst und mehreren Mitarbeitern einen Impfstoff verabreicht zu haben, der Hunde vor einer Infektion mit Coronaviren schützen soll. Sie sei auch nicht krank geworden. „Das ist sehr gefährlich“, sagte Díaz. Es könne zu Nebenwirkungen kommen. Allerdings gebe es keine Studie zur Auswirkungen von Tierimpfungen auf Menschen, „das wäre unethisch“.

Eine Kette von Tierkliniken in den USA warnt auf ihrer Website ausdrücklich vor Verwechslungen des neuen Coronavirus, das aus einer Familie stammt, die viele Spezies infizieren kann, mit einem bekannten Erreger, der bei Hunden Darmerkrankungen hervorrufen kann. Nur gegen diesen Erreger richtet sich die Hunde-Impfung.

Mediziner legen Widerspruch gegen Geldstrafen ein

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Díaz erklärte, ein weiterer Tierarzt habe für den Einsatz des Impfstoffs für Hunde beim Menschen geworben. Beide Mediziner erhielten Geldstrafen in Höhe von umgerechnet gut 8000 Euro, beide legten Widerspruch an.

In Chile haben inzwischen 7,7 Millionen der 19 Millionen Einwohner mindestens eine Dosis des passenden Corona-Impfstoffs erhalten.

RND/AP

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