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  • Chemnitz: Vorwurf der Polizeigewalt einer kenianischen Familie - vier Verdächtige identifiziert

Polizeigewalt in Chemnitz? Vier Verdächtige nach Vorwürfen kenianischer Familie ermittelt

  • Eine kenianische Familie wirft Beamten nach einem Polizeieinsatz in ihrer Wohnung in Chemnitz vor, mit Brutalität vorgegangen zu sein.
  • Die Polizeidirektion leitet daraufhin Ermittlungen ein.
  • Nun wurden vier tatverdächtige Polizisten identifiziert, gegen sie wird wegen Körperverletzung im Amt ermittelt.
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Chemnitz. Die Polizei hat nach Vorwürfen einer kenianischen Familie über Polizeigewalt bei einem Einsatz in Chemnitz die Ermittlungen abgeschlossen. Vier Polizisten seien als Tatverdächtige namhaft gemacht worden, informierte die Staatsanwaltschaft am Donnerstag auf Anfrage. Darüber hatte zuvor der MDR berichtet. Ermittelt wurde wegen Körperverletzung im Amt. Die Beschuldigten und ihre Anwälte könnten nun die Akten einsehen und Stellung nehmen, hieß es. Dann werde über das weitere Vorgehen entschieden.

Nach früheren Angaben der Polizei war es Ende Januar zu dem Einsatz gekommen, weil sich Nachbarn über Lärm beschwert hatten. Weil die Frau in der Nacht stark alkoholisiert, sehr aufgebracht und unkooperativ gewesen sei, sei sie fixiert und zur Polizeiwache gebracht worden.

Die Frau hatte später der Polizei vorgeworfen, sie sei brutal mit Handschellen gefesselt worden und habe sich in Anwesenheit von männlichen Beamten bei der Durchsuchung ausziehen müssen. Zudem sollen Polizisten ihren Ehemann mehrfach gegen den Fuß getreten haben, so dass er operiert werden musste.

RND/dpa

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