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  • „Carpathian Brigade“ aus Ungarn: Polizei München erwartet rund 200 gewaltbereite Fans bei EM-Spiel

Münchner Polizei erwartet rund 200 gewaltbereite Fans aus Ungarn

  • Das EM-Spiel zwischen Deutschland und Ungarn steht wegen der untersagten Regenbogenaktion bereits im Fokus der Öffentlichkeit.
  • Zudem erwartet die Münchner Polizei rund 2000 ungarische Fans in der Stadt - darunter etwa 200 Anhänger „problematischer Gruppen“, etwa der „Carpathian Brigade“.
  • 1500 Polizisten sind am Stadion und in der gesamten Stadt im Einsatz.
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München. Die Münchner Polizei bereitet sich auf möglichen Protest gegen die LGBTQI+-Community im Rahmen des dritten EM-Gruppenspiels von Deutschland gegen Ungarn am Mittwochabend vor. Dabei hätten die Beamten ein besonderes Augenmerk auf rund 200 Anhänger der ungarischen Fußballnationalmannschaft aus „problematischeren Fanvereinigungen“, sagte der Münchner Polizeisprecher Werner Kraus am Mittwoch dem RedaktionsNetzwerk Deutschland (RND). Insgesamt werden rund 2000 Fans aus dem Land in der Stadt erwartet.

„Wir sind vorbereitet und mit einer hohen Polizeipräsenz am Stadion, aber auch in der Stadt und an den Anfahrtswegen unterwegs“, berichtet der Beamte weiter. Etwa 1500 Polizisten seien am Mittwoch „speziell für die Euro“ im Einsatz. Zu den „mehreren problembehafteten Gruppierungen“ gehöre unter anderem die „Carpathian Brigade“. Die Fans dieser Gruppe sollen unter anderem aus Neonazis bestehen und laut Berichten schon durch homophobe und rassistische Äußerungen aufgefallen sein. Sie hätten deshalb auch eine angemeldete Aktion vor dem Stadion im Blick, bei dem Regenbogenfahnen verteilt werden soll und bei denen es möglicherweise zu Störungen kommen könnte.

Bereits am Dienstag hatte sein Kollege Andreas Franken gesagt, dass auch mehrere szenekundige Polizisten aus Ungarn die rund 1500 bayerischen Beamten in dem Einsatz unterstützen. Er stellte klar, dass gegen „rassistische und homophobe Inhalte“ in oder außerhalb des Stadions konsequent eingeschritten werde. Auch Kraus betont am Mittwoch noch einmal, dass sie entschieden gegen mögliche Straftaten und Ordnungswidrigkeiten vorgehen würden.

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Münchner Stadion darf nicht in Regenbogenfarben leuchten

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Die UEFA hatte am Dienstag bestätigt, dass das Münchner EM-Stadion nicht in den Regenbogenfarben als Zeichen für Toleranz und Gleichstellung erstrahlen wird. Dagegen kündigte der Lesben- und Schwulenverband Bayern für Mittwoch eine Demonstration an. Hintergrund des geplanten Protestes ist ein Gesetz, das die Informationsrechte von Jugendlichen in Hinblick auf Homosexualität und Transsexualität in Ungarn einschränkt und in der vergangenen Woche vom ungarischen Parlament gebilligt wurde.

Die Abkürzung LGBTQI+ steht für Lesben, Schwule, Bisexuelle, queere, Trans- und andere nicht-heterosexuelle Menschen beziehungsweise Menschen, die sich nicht mit dem traditionellen Rollenbild von Mann und Frau oder anderen gesellschaftlichen Normen rund um Geschlecht und Sexualität identifizieren.

RND/hsc/dpa

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