• Startseite
  • Panorama
  • „Carfreitag“: Zahlreiche Autotuner verstoßen gegen Corona-Regeln

„Carfreitag“: Zahlreiche Autotuner verstoßen gegen Corona-Regeln

  • Am stillen Feiertag Karfreitag trifft sich traditionell die Autotuningszene zum Saisonstart.
  • Deutschlandweit kontrollierte die Polizei daher Raser und Poser.
  • Mehrere Fahrer mussten ohne ihre Autos nach Hause, zudem gab es viele Verstöße gegen die Corona-Verordnungen.
Anzeige
Anzeige

Berlin. Der „Carfreitag“ am Karfreitag gilt als Saisonauftakt: Dann häufen sich seit Längerem in Deutschland Zwischenfälle mit Autotunern, Autoposern und Rasern – daher das Wortspiel. Deshalb hat die Polizei am Freitag mancherorts verstärkt den Verkehr kontrolliert und zahlreiche Platzverweise ausgesprochen.

So wurden am Bodensee viele Verstöße gegen die Corona-Regeln festgestellt. Die Beamten kontrollierten beliebte Orte der Autotunerszene, wie die Polizei am Samstag mitteilte. Im Schwarzwald-Baar-Kreis wurde im Laufe des Freitagabends auf Parkplätzen eine Vielzahl von Autos festgestellt, zu Spitzenzeiten etwa 300 bis 400. Außerdem gesellten sich nach Polizeiangaben „feierwillige junge Erwachsene“ hinzu. Die Ansammlungen wurden beendet und Platzverweise erteilt.

Polizei in Dortmund stellt sechs Fahrzeuge sicher

Anzeige

Bei Sondereinsätzen der Polizei wurden auch in Nordrhein-Westfalen zahlreiche Fahrzeuge und Menschen überprüft – allein in Dortmund vom frühen Freitagnachmittag bis in die Nacht insgesamt 340 Autos und 480 Personen. Dabei seien 217 Platzverweise ausgesprochen und sechs Fahrzeuge sichergestellt worden, teilte die Polizei mit.

Im NRW-Kreis Recklinghausen kontrollierten Beamte einschlägige Szenetreffpunkte. Demnach wurden 217 Fahrzeuge und 325 Personen überprüft. Gegen drei Menschen seien Strafanzeigen erstattet worden, 73 Fahrer müssen Verwarngelder wegen zu hoher Geschwindigkeiten zahlen. Wegen Erlöschens der Betriebserlaubnis stellte die Polizei vier Fahrzeuge sicher.

Polizei in Hannover ahndet 600 Verstöße

Anzeige

Nach Angaben der Polizei Mannheim waren in der Rhein-Neckar-Region rund 70 Beamte in Mannheim, Heidelberg und im Rhein-Neckar-Kreis im Einsatz. Insgesamt wurden 691 Fahrzeuge und 1540 Personen kontrolliert. Dabei stellten die Beamten 343 Verstöße fest, bei denen es sich überwiegend um Verstöße gegen die Corona-Maskenpflicht und gegen die Kontaktbeschränkungen handelte.

In Hannover beendete die Polizei zwei illegale Autorennen und registrierte insgesamt rund 600 Verstöße, berichtet die „Hannoversche Allgemeine Zeitung“. Am häufigsten wurden demnach Tempoverstöße geahndet. Nur ein Bruchteil der Kontrollierten sei aber der Poser- und Tuningszene zuzurechnen, so die Polizei.

RND/dpa/msk

  • Laden Sie jetzt die RND-App herunter, aktivieren Sie Updates und wir benachrichtigen Sie laufend bei neuen Entwicklungen.

    Hier herunterladen