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Bus rammt fünf Fahrzeuge und Wartehäuschen - ein Toter, 23 Verletzte

  • Ein Busfahrer verliert die Kontrolle über sein Fahrzeug. Ein Mensch ist tot, 23 sind verletzt.
  • Am Tag danach laufen die Ermittlungen.
  • Eine wichtige Frage, die sich die Ermittler stellen: Technischer Defekt oder menschliches Versagen?
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Wiesbaden. Nach dem schweren Busunfall am Wiesbadener Hauptbahnhof ist ein 85-jähriger Mann seinen schweren Verletzungen erlegen. Er starb im Krankenhaus, wie die Polizei am Freitag mitteilte. Der Senior wurde am Donnerstag an einer Haltestelle von dem Bus erfasst. Der Polizei zufolge wurden bei dem Unfall insgesamt 23 Menschen verletzt, drei von ihnen schwer.

Der 65 Jahre alte Fahrer eines Linienbusses hatte aus zunächst ungeklärter Ursache die Kontrolle über sein Fahrzeug verloren und war mit mehreren Fahrzeugen zusammengestoßen. „Es kann ein technischer Defekt oder menschliches Versagen gewesen sein, das können wir jetzt noch nicht sagen“, sagte eine Polizeisprecherin am Freitagmorgen.

Bus geriet in den Gegenverkehr

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Nach ersten Erkenntnissen hatte der Busfahrer vor dem Hauptbahnhof gehalten, um Fahrgäste ein- und aussteigen zu lassen, war dann aber entgegen der Verkehrsführung in den Gegenverkehr geraten. Er rammte zunächst drei entgegenkommende Autos, deren Fahrer jeweils leichte Verletzungen erlitten. Daraufhin fuhr der Gelenkbus über eine Grünfläche und prallte auf drei weitere entgegenkommende Autos. Zwei Fahrer wurden leicht und eine Fahrerin schwer verletzt.

Im Anschluss prallte der Bus nach Polizeiangaben auf den hinteren Teil eines stehenden Busses, dessen Fahrer schwere Verletzungen erlitt. Neun Fahrgäste wurden ebenfalls leicht verletzt. Schließlich erfasste der 65 Jahre alte Busfahrer mit seinem Fahrzeug zwei Menschen an der Bushaltestelle, darunter den später gestorbenen 85-Jährigen. Die zweite Passantin erlitt leichte Verletzungen. Der Unfallfahrer selbst wurde nach Angaben der Polizeisprecherin schwer verletzt, fünf seiner Fahrgäste leicht. Zunächst war nicht von 23 Verletzten, sondern von 21 die Rede gewesen.

Eine großräumige Sperrung der Unfallstelle dauerte bis spät in die Nacht, es kam zu erheblichen Verkehrsstörungen. Weil die Ermittlungen am Freitagmorgen fortgesetzt werden sollen, rechnet die Polizei mit weiteren Beeinträchtigungen. Die beschädigten Autos und Busse wurden abgeschleppt.

RND/dpa