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Bundesweit erster Fall: Jäger muss wohl wegen Wolf-Abschuss vor Gericht

  • In Brandenburg hat ein niederländischer Jäger einen Wolf erschossen.
  • Der Fall landet jetzt wohl vor Gericht.
  • Es wäre das erste Mal – und damit ein Präzedenzfall.
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Potsdam. Weil er in Brandenburg einen Wolf abgeschossen hat, muss ein niederländischer Jäger jetzt offenbar vor Gericht. Darüber berichtet die „Märkische Allgemeine Zeitung“ (MAZ).

Wie Heiko Granzin, der Anwalt des Mannes, der Zeitung bestätigte, habe die Potsdamer Staatsanwaltschaft die Einstellung des Verfahrens gegen Zahlung einer Geldbuße in Höhe von mehreren Tausend Euro abgelehnt. Deswegen werde es wohl zu einem Prozess kommen. „Es wäre das erste Mal in Deutschland, dass ein solcher Fall von einem Gericht geklärt würde, ein echter Präzedenzfall“, so Granzin.

Jäger beruft sich auf Notwehr

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Ein niederländischer Geschäftsmann, der Gast bei einer sogenannten Drückjagd gewesen war, hatte im Januar 2019 bei Rädigke einen Wolf erschossen. Er habe aus Notwehr gehandelt, um seine Jagdhunde zu schützen. Diese seien von dem Wolf angegriffen worden und hätten sich nicht durch Schreie, Pfiffe und einen Warnschuss vertreiben lassen, hatten Jäger damals gesagt.

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Doch die Staatsanwaltschaft bewertet diesen Tathergang anders und beruft sich auf ein Telefonat mit der Ermittlungsbehörde. Demnach habe der Jäger nach Auffassung der Staatsanwaltschaft in keinem Fall schießen dürfen.

RND/msc


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