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Buckingham-Palast zu Angestellten mit Migrationshintergrund: „Sind nicht dort, wo wir sein möchten“

  • Das britische Königshaus legt erstmals öffentlich Zahlen zu seinen Mitarbeitern vor.
  • Demnach seien 8,5 Prozent des Personals ethnische Minderheiten, bis zum nächsten Jahr sollen es 10 Prozent sein.
  • Außerdem haben bisher mehrheitlich Männer ranghohe Posten im Buckingham-Palast inne.
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London. Der Buckingham-Palast hat erstmals Zahlen zur Zusammensetzung seiner Belegschaft anhand deren ethnischen Zugehörigkeit veröffentlicht. 8,5 Prozent seines Personals seien ethnische Minderheiten, teilte der Palast am Donnerstag mit. Bis zum nächsten Jahr sollten es zehn Prozent sein, ließ er wissen.

Die Daten wurden in einem jährlichen Bericht zu den königlichen Finanzen bekanntgegeben. Aus Palastkreisen verlautete, damit solle für mehr Rechenschaftspflicht gesorgt werden. Man werde sich nicht verstecken können, sollten Ziele zur Vielfalt nicht erreicht werden. „Wir sind trotz unserer Bemühungen nicht dort, wo wir sein möchten“, sagte eine Gewährsperson.

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Rassismus-Vorwürfe im Oprah-Interview mit Harry und Meghan

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Der britische Prinz Harry und seine Frau Meghan hatten in einem Interview der TV-Persönlichkeit Oprah Winfrey Vorwürfe des Rassismus innerhalb der königlichen Familie erhoben. Meghan sagte, ein Mitglied der Königsfamilie habe Bedenken wegen der Hautfarbe ihres damals ungeborenen Sohnes Archie geäußert. Harry und Meghan sagten auch, Meghan sei als arbeitendes Mitglied der Königsfamilie schlecht behandelt worden. Meghan hat eine schwarze Mutter und einen weißen Vater.

Den veröffentlichten Zahlen zur Belegschaft zufolge hatten mehrheitlich Männer ranghohe Posten inne. Von 34 ranghohen Angestellten waren 25 Männer. Aus dem Jahresbericht ging hervor, dass Harry und Meghan 2,4 Millionen Pfund für die Renovierung ihres Anwesens nahe Schloss Windsor zurückgezahlt haben. Diese war mit Steuergeldern finanziert worden, als der Herzog und die Herzogin noch arbeitende Mitglieder der Königsfamilie waren. Weil sie sich von königlichen Pflichten zurückgezogen haben, mussten sie das Geld erstatten.

RND/AP

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