• Startseite
  • Panorama
  • Brüder wollten durch Coronawucher reich werden - jetzt ermittelt die Staatsanwaltschaft

Brüder wollten durch Coronawucher reich werden - jetzt ermittelt die Staatsanwaltschaft

  • Im US-Staat Tennessee kaufen zwei Brüder riesige Mengen an Hygieneprodukten und verkaufen sie online für 60 Euro das Stück.
  • Inzwischen hat sich die Staatsanwaltschaft eingeschaltet.
  • Die Zehntausenden Desinfektionsmittel durften die Brüder auch nicht behalten, sie wurden gespendet.
Anzeige
Anzeige

Tennessee. In Zeiten des Coronavirus sind Desinfektionsmittel, Seifen und Mundschutz knapp, besonders weil Menschen Unmengen davon kaufen und zu Hause lagern. Zwei Brüder aus Tennessee gingen sogar noch einen Schritt weiter: Matt und Noah Colvin bestellten große Vorräte beim Versandhändler Amazon, fuhren zudem über 2000 Kilometer weit und füllten einen ganzen Lastwagen mit gehamsterten Hygieneprodukten.

Wiederverkauf auf Amazon

Desinfektionsmittel, antibakterielle Tücher und Masken verkauften sie wiederum online auf Amazon mit einer großen Gewinnspanne – teilweise verlangten sie mehr als 60 Euro pro Stück. Gegenüber der “New York Times” sagte Matt Colvin: “Es war verrücktes Geld.” Laut dem Sender CBS News bekamen die Behörden allerdings Wind vom Geschäftsmodell der Colvins und beschlagnahmten die Produkte. Auch Amazon nahm die Angebote wieder von der Seite. Der Bundesstaat Tennessee spendete die mehr als 17.000 Hygienemittel inzwischen an Kirchen und die Stadt Kentucky, wo die Brüder zuvor Regale leer gekauft hatten.

Anzeige

Der Gouverneur erklärt Ausnahmezustand

Der Gouverneur von Tennessee, Bill Lee, hatte am vergangenen Donnerstag wegen des Coronavirus den Ausnahmezustand erklärt. Ein Grund dafür war, ein Gesetz in Kraft treten zu lassen, um solch einen Wucher-Wiederverkauf von raren Produkten zu stoppen. Der Generalstaatsanwalt von Tennessee, Herbert H. Slatery III, erklärte: “Wir werden in dieser Zeit der außergewöhnlichen Not keine überteuerten Preise tolerieren und aggressive Maßnahmen ergreifen, um dies zu verhindern.”

Anzeige

Im Fall der Colvin-Brüder wird weiterhin ermittelt.

RND/am

  • Laden Sie jetzt die RND-App herunter, aktivieren Sie Updates und wir benachrichtigen Sie laufend bei neuen Entwicklungen.

    Hier herunterladen