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  • Britisches “Supertalent”: TV-Tänzer Banjo teilt Foto seiner Kinder auf Instagram, um Rassisten zu verwirren – eins schwarz, eins weiß

TV-Tänzer kontert Rassismus mit Foto seiner Kinder – eins schwarz, eins weiß

  • Ein schwarzer TV-Tänzer aus Großbritannien postet ein Foto mit seinen zwei Kindern: Ein Baby ist weiß, das andere ist schwarz.
  • Damit möchte Ashley Banjo gegen Hass vorgehen, den er seit seiner Black-Lives-Matter-Performance abbekommt.
  • Mit seiner Crew thematisierte er bei “Britain's Got Talent” Polizeigewalt.
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Mit einem neuen Foto auf Instagram möchte der britische Fernsehtänzer Ashley Banjo die “Rassisten verwirren”. Das schreibt der 31-jährige Vater in seinem Beitrag. Auf dem Bild sind seine beiden Kinder zu sehen, die nebeneinander im Buggy sitzen. “Ein Kind ist braun und eines ist weiß”, heißt es in dem Post weiter.

Seit 2020 in der Jury

Banjo teilte das Bild im Netz, weil es “in letzter Zeit viel Negativität” gab. Damit spielt der 31-Jährige auf die umstrittene Aufführung seiner Tanzcrew “Diversity” an, die bei der Show “Britain’s Got Talent”, der britischen Variante von “Das Supertalent” auftrat. Banjo wurde 2009 Sieger der Show und sitzt seit September 2020 in der Jury von “Britain’s Got Talent”. In der aktuellen Staffel trat er wieder mit “Diversity” auf.

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Performance von Black Lives Matter inspiriert

Die kontroverse Performance von “Diversity" vom 5. September wurde von der Black-Lives-Matter-Bewegung inspiriert und thematisiert Rassismus und Polizeigewalt. Das gefiel allerdings nicht jedem der fünf Millionen Zuschauer: Bisher gingen mehr als 21.000 Beschwerden bei der britischen Medienaufsichtsbehörde Ofcom ein. Wie BBC berichtet, kritisierten einige Zuschauer, dass die Castingshow kein Ort für ein politisches Statement sei. Die vierminütige Tanzeinlage von “Diversity” stellte unter anderem die Tötung des schwarzen US-Amerikaners George Floyd dar.

In der Show legte Banjo sich auf den Boden während ein weißer Mann in Polizeiuniform vorgab, mit seinem Knie auf dem Hals des Tänzers zu stehen. Weitere Tänzer filmten die Szene mit ihrem Handy, wie es auch bei der Tötung von George Floyd der Fall war.

Hassnachrichten nach Auftritt

Neben positivem Feedback bekam Banjo auch jede Menge Hass ab. So schreibt er auf Instagram: “Für die Tausenden Botschaften des Hasses und der Ignoranz, die ich erhalten habe – danke... Ihr hebt genau hervor, was sich ändern muss.” Die Medienaufsichtsbehörde Ofcom sichtet die Tausenden Beschwerden momentan und möchte bald entscheiden, ob sie eine Untersuchung einleiten, so der TV-Sender Sky News. In einem Statement antwortet Banjo auf seine Kritiker: So stehe die Tanzcrew “zu jeder einzelnen Entscheidung, die wir mit dieser Leistung getroffen haben”. Rassismus sei real und werde nicht mehr toleriert, sagte Banjo weiter.

RND/am

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