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Kirchengemeinde in Bremerhaven: Corona-Ausbruch mit mindestens 44 Infizierten

  • In einer Pfingstgemeinde in Bremerhaven ist es zu einem größeren Corona-Ausbruch gekommen.
  • Die Rede ist von mindestens 20 Infizierten.
  • Laut Berichten sind 43 weitere Mitglieder der Kirchengemeinde in Quarantäne.
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Im Zusammenhang mit einer Pfingstgemeinde in Bremerhaven haben sich mindestens 44 Menschen mit dem Coronavirus angesteckt. “Das Ausbruchsgeschehen wird weiter ermittelt”, sagte ein Sprecher der Bremer Gesundheitssenatorin am Freitagmorgen. Zuvor hatte die “Nordsee-Zeitung” darüber berichtet. Dem Sprecher zufolge ist eine Glaubensgemeinschaft in einem Grenzgebiet von Bremerhaven und dem Landkreis Cuxhaven betroffen, sodass ein Teil der Fälle statistisch zu Niedersachsen gerechnet werde. Wie viele Menschen in Quarantäne sind, sagte er nicht.

Mehr als 100 weitere Mitglieder der Kirchengemeinde sollen in Quarantäne sein. Es wird demnach davon ausgegangen, dass sich die Betroffenen in Gottesdiensten angesteckt haben. Bei den Gottesdiensten haben sich offenbar bis zu 150 Mitglieder der Freien Evangeliums Christengemeinde getroffen. Ein Sprecher der Stadt Bremerhaven sagte, die freikirchliche Gemeinde habe mitgeteilt, sich an alle Hygieneauflagen gehalten zu haben.

Bereits am Dienstag hatte der Magistrat der Stadt Bremerhaven auf den Ausbruch mit damals mindestens fünf neuen Fällen hingewiesen. Es sei von einem begrenzten Geschehen “im sozialen und familiären Kontext” auszugehen, hieß es in einer Mitteilung. Am Freitag kündigte ein Sprecher des Magistrats weitere Informationen im Laufe des Tages an.

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Schon 200 Infizierte nach Gottesdienst in Frankfurt

In einer Frankfurter Baptistengemeinde sind inzwischen 200 Personen im Umfeld der Gemeinde positiv getestet worden. Neun an Covid-19 Erkrankte würden in Krankenhäusern behandelt, eine Person auf der Intensivstation, teilte das Gesundheitsamt Frankfurt am Main mit. 57 infizierte Personen lebten in Frankfurt, die übrigen in sieben umliegenden Landkreisen.

Am vergangenen Wochenende war bekannt geworden, dass es aufgrund eines Gottesdienstes am 10. Mai zur massenhaften Verbreitung des Virus in der selbstständigen Evangeliums-Christen-Gemeinde kam. “Im Nachhinein betrachtet wäre es für uns angebracht, beim Gottesdienst Mund-Nasen-Schutz-Bedeckungen zu tragen und auf den gemeinsamen Gesang zu verzichten”, räumte die Gemeinde ein. Sie äußerte sich “tief bestürzt und traurig” über die Ereignisse.

Auch in Frankfurt bemühen sich die Gesundheitsämter weiter, Infektionsketten aufzuspüren. Dies sei aufwendig, weil die Gemeinde keine Adressliste der Gottesdienstbesucher geführt habe, hieß es. Wenn der Fall aufgeklärt sei, werde man sich mit der Frage beschäftigen, ob solche Listen in Hessen per Verordnung vorgeschrieben werden, hatte der hessische Sozialminister Kai Klose (Grüne) angekündigt. Die evangelische und die katholische Kirche nehmen von sich aus die Adressen auf, die dann für eine bestimmte Zeit aufbewahrt werden.

RND/dpa/hsc

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