Leck in Braunschweiger Labor: Radioaktives Edelgas entwichen

  • Aus einem Braunschweiger Labor sind 26 Mikrogramm eines radioaktives Edelgas in die Atmosphäre entwichen.
  • Wie es zu dem Leck kommen konnte, ist noch unklar.
  • Mitarbeiter sind nicht zu Schaden gekommen und auch für die Umwelt werden keine schädlichen Auswirkungen erwartet.
Anzeige
Anzeige

Braunschweig. Aus einem Labor der Physikalisch-Technischen Bundesanstalt (PTB) in Braunschweig ist ein radioaktives Edelgas entwichen. 26 Mikrogramm Krypton-85 seien über den Schornstein in die Atmosphäre gelangt, teilte die Behörde am Donnerstag mit. Da es sich um ein bedeutsames Vorkommnis im Sinne der Strahlenschutzverordnung handele, sei es dem zuständigen Staatlichen Gewerbeaufsichtsamt gemeldet worden. „Wie es zu dem offensichtlichen Krypton-85-Leck kommen konnte, ist bisher unklar“, hieß es in der PTB-Mitteilung.

Mit einem externen Sachverständigen sollen die Ursachen des Vorfalls ermittelt werden. Mitarbeitende im betreffenden Labor seien nicht zu Schaden gekommen. Für die Umgebung würden nach derzeitigen Kenntnissen keine schädlichen Auswirkungen erwartet. Nach PTB-Angaben zeigten die wöchentlichen Luftprobenanalysen auf dem Gelände, mit denen die Umweltradioaktivität überwacht wird, zu keiner Zeit signifikant erhöhte Krypton-85-Werte.

Messtechnik funktionierte nicht mehr einwandfrei

In der Physikalisch-Technischen Bundesanstalt werden Krypton-85-Quellen nach eigenen Angaben verwendet, um die Partikelmesstechnik bei Abgasuntersuchungen weiterzuentwickeln. Der Verlust sei entdeckt worden, weil die Messtechnik nicht mehr einwandfrei funktioniert habe. Noch sind die Untersuchungen der PTB zufolge nicht abgeschlossen, aber bisher gehen Experten davon aus, dass das Krypton-85 nicht auf einmal, sondern sukzessive ausgetreten ist.

RND/dpa

  • Laden Sie jetzt die RND-App herunter, aktivieren Sie Updates und wir benachrichtigen Sie laufend bei neuen Entwicklungen.

    Hier herunterladen