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Brand in Textilfabrik mit 258 Toten in Pakistan: Gericht verhängt Todesurteile

Bei dem Brand in einer Textilfabrik im pakistanischen Karachi starben Hunderte Arbeiter. (Archivfoto)

Bei dem Brand in einer Textilfabrik im pakistanischen Karachi starben Hunderte Arbeiter. (Archivfoto)

Islamabad. Acht Jahre nach einem verheerenden Brand in einer Textilfabrik in Pakistan mit fast 260 Toten sind zwei Hauptverdächtige zum Tode verurteilt worden. Ein Gericht in der Hafenstadt Karachi sah es am Dienstag als erwiesen an, dass die beiden den Brand gelegt hatten. Vier weitere bekamen demnach Haftstrafen. Der deutsche Textildiscounter Kik soll damals Hauptauftraggeber der Fabrik in Karachi gewesen sein.

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Bei dem Brand waren im September 2012 in Karachi 258 Arbeiter getötet worden. Grund für die Brandstiftung war den Aussagen der Hauptverdächtigen zufolge die Tatsache, dass die Inhaber sich geweigert hatten, Schutzgelder zu zahlen. Verbrechen wie Mord, Brandstiftung, Entführungen und Erpressung waren damals in der 20 Millionen Einwohner zählenden Metropole üblich.

400 Zeugen wurden befragt

Pakistanische Behörden hatten die beiden Hauptverdächtigen 2016 mit Hilfe von Interpol in Saudi-Arabien und Thailand fassen können. In dem langjährigen Prozess wurden 400 Zeugen befragt.

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Kik zahlte nach der bislang schwersten Industriekatastrophe Pakistans nach eigenen Angaben freiwillig 6,2 Millionen Dollar (5,26 Millionen Euro) an die Opfer und ihre Angehörigen.

Ein betroffener Textilarbeiter und drei Angehörige von Opfern hatten zudem nach mehreren Jahren in Deutschland auf Schmerzensgeld geklagt. Gerichte wiesen die Klagen im Jahr 2019 jedoch ab, da etwaige Ansprüche nach dem maßgeblichen pakistanischen Recht verjährt seien.

RND/dpa

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