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Nach Kraftwerkbrand in Nürnberg: 15.000 Menschen können nicht normal heizen

  • Nach dem Brand in einem Nürnberger Kraftwerk wurde der Katastrophenfall ausgerufen.
  • Bei Minustemperaturen muss die Wärme für rund 15.00 Menschen gedrosselt werden.
  • Die Stadt räumt das betroffene Gebiet nicht – Bewohner können aber trotz Corona-Regeln zu Bekannten ausweichen.
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Nürnberg. Etwa 15.000 Menschen sind in Nürnberg bei Minusgraden von dem Ausfall eines Großkraftwerks nach einem Brand betroffen. In zwei Stadtteilen ist nach Angaben des Energieversorgers N-Ergie die Versorgung mit Fernwärme beeinträchtigt. Die Stadt hat am Dienstag den Katastrophenfall ausgerufen.

„Wir gehen momentan nicht davon aus, dass die Heizungen komplett ausfallen“, sagte ein Sprecher von N-Ergie. In den Stadtteilen Gebersdorf und Röthenbach gibt es der Stadt zufolge 1150 Anschlusspunkte für Fernwärme. Betroffen seien neben Haushalten auch große Betriebe, eine Klinik, Schulen, ein Einkaufszentrum sowie zwei Alten- und Pflegeheime.

In einer Pressekonferenz am Dienstagmittag verkündet Nürnbergs Oberbürgermeister Markus König, die Leistung der Fernwärme müsse auf zehn bis 15 Grad gedrosselt werden. Bewohner, die Fernwärme beziehen, müssen sich daher darauf einstellen, dass es in ihren Häusern deutlich kälter wird.

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Die Stadt zwinge die Bewohner jedoch nicht dazu, ihre Häuser zu verlassen. Dennoch wurden bereits über 1000 Hotelzimmer in Nürnberg organisiert, welche die Menschen kurzfristig beziehen können. Dabei müssen die Bewohner mit 40 Euro pro Nacht allerdings ungefähr die Hälfte der Kosten tragen. Den restlichen Betrag übernimmt die Stadt.

Auch die Übernachtung bei Freunden oder Verwandten sei eine Option. „Wer das macht, verstößt auch nicht gegen die Corona-Verordnung“, sagt König. Zusätzlich werden mobile Wärmequellen verteilt.

Brandursache noch ungeklärt

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Die Ursache für das Feuer in dem Großkraftwerk des Betreibers Uniper am frühen Montagabend ist noch immer unklar. Dieses deckt bei extrem kalten Temperaturen die Spitzenlast im Fernwärmenetz der N-Ergie ab.

Der Brand war nach Angaben der Feuerwehr im Kesselhaus des Kraftwerksblocks I ausgebrochen und hatte sich bis auf eine Höhe von 80 Metern ausgebreitet. 120 Einsatzkräfte - darunter auch die Höhenrettung - kämpften drei Stunden lang gegen die Flammen. Brandermittler der Kriminalpolizei sollen in den nächsten Tagen nach der Ursache für das Feuer suchen.

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„Das wird frühestens morgen sein“, sagte ein Polizeisprecher. Zuvor müssten alle Glutnester gelöscht und das Gebäude abgekühlt sein. Außerdem sollten Fachleute die Statik überprüfen. Die Ermittlungen werden voraussichtlich einige Tage dauern.

Die Stadt Nürnberg rechnet damit, dass die Reparatur des Kraftwerks mindestens 14 Tage dauern wird. Die aktuellen Temperaturen im zweistelligen Minusbereich erschweren die Lage – vor allem für die betroffenen Bewohner.

RND/ch/dpa

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