Nach Hochhausbrand mit 19 Toten in New York: Wie geht es für die Bewohner weiter?

  • Bei einem Feuer in einem Wohnhochhaus in New York sind am Sonntag mindestens 19 Menschen ums Leben gekommen – darunter auch neun Kinder.
  • Nun, wo die Flammen erloschen sind, zeigt sich ein Bild des Zusammenhalts.
  • Spendenaktion, Rettungsfonds – so wird geholfen.
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Es war einer der schlimmsten Wohnungsbrände seit Jahren, der am Sonntag im New Yorker Stadtteil Bronx wütete, nach Angaben des Bürgermeisters Eric Adams wurden mindestens 19 Menschen getötet, darunter neun Kinder. Weitere 63 sind verletzt, viele davon befinden sich in lebensbedrohlichem Zustand. Ausgelöst wurde der Brand wahrscheinlich durch ein kaputtes elektrisches Heizgerät. Nun, wo die Flammen gelöscht sind, das Haus aber erst mal nicht bewohnbar ist, bleibt die Frage: Was passiert mit den Überlebenden?

Bürgermeister schützt Bewohner ohne Papiere

In dem Gebäude lebten, wie auch in der umliegenden Nachbarschaft, überwiegend Arbeiterfamilien. Viele von ihnen sind afroamerikanischer, afrikanischer und hispanischer Abstammung. Oft sind sie auf staatliche Förderung angewiesen, um ihre Miete zu bezahlen.

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New York: Mindestens 19 Tote bei Wohnungsbrand
1:25 min
Bei einem Feuer in einem Wohnhochhaus in New York sind am Sonntag mindestens 19 Menschen ums Leben gekommen. Darunter auch neun Kinder.  © Reuters

Bürgermeister Eric Adams appellierte an alle Opfer, sich Hilfe zu suchen: Er versicherte denjenigen, die möglicherweise keine Papiere besitzen, dass ihre Daten nicht an die Einwanderungsbehörden weitergegeben würden, zitiert die „New York Times“ Adams.

Außerdem versprach er, dass „die Stadt den Opfern, von denen viele muslimische Einwanderer aus dem westafrikanischen Land Gambia sind, zur Seite stehen“ werde.

Die Maßnahmen

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Eine nahe gelegene Schule wurde geöffnet, um den Brandopfern kurzfristig Unterschlupf zu gewähren. Außerdem kündigte die Gouverneurin Kathy Hochul schnelle finanzielle Hilfen an. Auf Twitter schrieb sie, dass sie im Rahmen ihres Haushaltsplans noch in diesem Monat einen Opferentschädigungsfonds einrichten werde, um den Opfern dieser Tragödie die Unterstützung zukommen zu lassen, die sie brauchen und verdienen.

„An alle, die heute von dem verheerenden Brand in der Bronx betroffen sind: Wir werden Sie nicht im Stich lassen. Wir werden Sie nicht vergessen. Wir sind für Sie da“, so Hochul.

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Mehr als 245.000 Dollar in kurzer Zeit gesammelt

Und auch die Menschen in New York halten zusammen. Kurz nach dem Brand wurde eine Gofundme-Seite eröffnet, die mit einem aktuellen Stand von 245.000 Dollar bereits jetzt ihr Ziel von 200.000 Dollar überschritten hat.

Es gibt Aufrufe für Sachspenden wie Wasserflaschen, Decken oder Klamotten, die Anwohnerinnen und Anwohner ab Montag an verschiedenen Orten abgeben können.

Bilder in den sozialen Netzwerken zeigen Zusammenhalt und Hilfsbereitschaft. Eins zeigt zum Beispiel einen Feuerwehrmann, der ein in eine Decke gewickeltes, schwarzes Baby auf dem Arm trägt. Der Mann wird in den sozialen Netzwerken als amerikanischer Held gefeiert und das Bild als Zeichen der Gemeinschaft gedeutet.

Fotos von orthodoxen Juden, die aus ganz New York in die Bronx gekommen sind, um den Familien zu helfen, werden geteilt.

Und da ist das Foto der Feuerwehrmänner, die vor dem ausgebrannten Haus in einer Reihe stehen. Angeblich sollen sie selbst dann noch in den Trümmern nach Überlebenden gesucht haben, als ihnen der Sauerstoff ausging. „Ohne den unglaublichen Heldenmut der brillanten Feuerwehrleute von New York City hätten es noch viel mehr (Opfer) sein können“, schreibt der ehemalige CNN-Moderator Piers Morgan zu dem Bild.

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RND/lka

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