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Bordellschließungen, weniger Drogenverkäufe: Corona-Pandemie setzt Clans zu

  • Die Corona-Pandemie macht nicht nur den anständigen Geschäftsleuten zu Schaffen.
  • Auch kriminellen Clans gehen nach Berlins Innensenator durch die Folgen des Virus viele Geschäftsfelder verloren.
  • Eine Konsequenz sei zunehmende Gewalt.
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Berlin. Die kriminellen Clans sind nach den Worten von Berlins Innensenator Andreas Geisel (SPD) durch die Corona-Pandemie unter Druck geraten - durch die Schließung der Lokale, der Bordelle oder durch geringeren Drogenverkauf. „Sie versuchen sich neue Geschäftsfelder zu erschließen“, sagte Geisel der „Welt“ (Freitag). „Das wird dann auch mal brutaler.“ Es gebe Verletzte und Revierkämpfe. „Die tschetschenische organisierte Kriminalität ist äußerst brutal und versucht verstärkt auf den Markt zu dringen. Wir sehen aber noch keine komplett neue Qualität.“

Clan- und organisierte Kriminalität ist seit längerem in Berlin und in anderen Bundesländern ein Thema - zuletzt machten die Festnahmen nach dem Juwelendiebstahl in Dresden Schlagzeilen.

Geisel: “Wir regieren hier, nicht die Clans. Punkt”

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Laut Geisel mag die organisierte Kriminalität im Grunde keinen öffentlichen Trubel. „Da läuft viel im Hintergrund.“

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Bei einigen arabischstämmigen Clanmitgliedern sei das anders: Diese suchten geradezu die Öffentlichkeit. „Das muss uns aber nicht zu stark beeindrucken. Ich habe etwas gegen die Selbstverzwergung des Staates. Wir sind die viertstärkste Wirtschaftsmacht der Welt. Wir sind ein starker Rechtsstaat. Wir regieren hier, nicht die Clans. Punkt.“

RND/dpa

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