Bombenverdacht: Chemnitz droht Evakuierung von 22.000 Menschen

  • In Chemnitz könnte es zur größten Evakuierung in der Stadt seit dem Zweiten Weltkrieg kommen.
  • Sollte sich ein verdächtiger Gegenstand tatsächlich als Fliegerbombe herausstellen, wären rund 22.000 Menschen betroffen.
  • Im Sperrkreis liegen unter anderem 11 Schulen, 22 Kitas und 19 Pflegeeinrichtungen.
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Chemnitz. In Chemnitz droht wegen des möglichen Fundes einer Fliegerbombe aus dem Zweiten Weltkrieg die Evakuierung von großen Teilen des Innenstadtgebietes. In der Nacht von Samstag auf Sonntag soll im Stadtteil Sonnenberg ein verdächtiger Gegenstand freigelegt werden, teilten Bürgermeister Sven Schulze und der Amtsleiter Feuerwehr, René Kraus, am Mittwoch mit.

Sollte der Gegenstand tatsächlich eine Weltkriegsbombe sein, würde am Sonntag von 8 Uhr an in einem Umkreis mit einem Radius von einem Kilometer evakuiert. Betroffen davon wären dann rund 22.000 Menschen in den Stadtteilen Sonnenberg, Lutherviertel und Zentrum.

11 Schulen, 22 Kitas und 19 Pflegeeinrichtungen im Sperrkreis

Eingeschlossen in den geplanten Sperrkreis sind unter anderem 11 Schulen, 22 Kitas und 19 Pflegeeinrichtungen. "Sollte es so kommen, wäre es nach unserer Kenntnis die größte Evakuierung, die Chemnitz seit Ende des Zweiten Weltkrieges gesehen hat", sagte Schulze. Anschließend würden Spezialisten des Kampfmittelbeseitigungsdienstes den Sprengkörper entschärfen.

Am vergangenen Donnerstag waren auf der Baustelle für eine Grundschule verdächtige Gegenstände gefunden und die Arbeiten eingestellt worden. Die metallischen Gegenstände waren bei Voruntersuchungen entdeckt worden. Es sei aber nur ein Objekt identifiziert worden, das von Größe und Dimension eine Bombe sein könnte, sagte Kraus.

RND/dpa

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