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Göttingen: Bombensprengung erfolgreich – Prüfung auf Schäden läuft

  • Der Fund von gleich vier Weltkriegsbomben versetzt Teile Göttingens in einen Ausnahmezustand.
  • Tausende Menschen müssen ihre Wohnungen verlassen, die wichtige Nord-Süd-Verbindung der Deutschen Bahn wird unterbrochen.
  • Mit den Sprengungen ist der Einsatz noch nicht beendet.
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Göttingen. Nach einer aufwendigen Massenevakuierung sind in Göttingen vier Weltkriegsbomben kontrolliert gesprengt worden. Die Zehn-Zentner-Bomben mit Langzeitzündern waren bei Sondierungsarbeiten gefunden worden. Die letzte Bombe sei gegen 01.00 Uhr in der Nacht auf Sonntag vom Kampfmittelbeseitigungsdienst zur Explosion gebracht worden, teilte ein Sprecher der Stadt Göttingen mit. Zwischenzeitlich hatte es mehrere kleinere Verzögerungen gegeben. Auch der Fernverkehr der Deutschen Bahn war betroffen.

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Göttinger räumen Innenstadt für Bombenentschärfungen
1:05 min
Vier Bomben werden in der Nähe des Göttinger Bahnhofs im Boden vermutet. Für die Entschärfung mussten mehr als 8000 Menschen raus aus ihren Wohnungen.  © dpa

Nach ersten Erkenntnissen gab es keine Verletzten durch die geplanten Detonationen. Auch nach der Sprengung konnten die Anwohner nicht gleich nach Hause zurückkehren: Erkundungsteams mussten die Umgebung erst auf mögliche Schäden überprüfen. Unter anderem wurde mit einer Polizeidrohne aus der Luft nach Schäden gesucht.

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Bundeswehr-Unteroffizier Patrick Gosling und Leonie Holender von den Johannitern sitzen bei der Registratur in einer Evakuierungsunterkunft. © Quelle: Swen Pförtner/dpa

Erst nach rund zwei Stunden gab es für die meisten Anwohner dann Entwarnung und die Sperrungen wurden aufgehoben. Bei drei Gebäuden wurden durch die Druckwelle der Explosion Fensterscheiben zerstört, so dass die Bewohner dort vorerst nicht nach Hause zurückkehren konnten.

Warnung vor umherfliegenden Splittern

Um den Fundort der Bomben war eine Gefahrenzone mit einem Radius von 1000 Metern eingerichtet worden. Mehr als 8000 Menschen mussten ihre Wohnungen verlassen. In mehreren Evakuierungszentren kamen insgesamt rund 260 Menschen unter, der Rest vor allem bei Verwandten und Freunden. Die Corona-Bestimmungen wurden aufgrund der besonderen Situation zeitweise außer Kraft gesetzt.

Um die Fundstellen wurden mit Wassersäcken gefüllte Container aufgestellt, die die Druckwelle der Explosionen von angrenzenden Gebäuden ablenken sollten. Trotz dieses Schutzwalls wurde immer wieder vor umherfliegenden Splittern gewarnt.

Ein Hund steht neben Helfern der Rettungshundestaffel der Johanniter in einer Notunterkunft für Tiere. © Quelle: Swen Pförtner/dpa

Neben mehreren Straßen wurde auch der Göttinger Bahnhof am Samstagmorgen gesperrt und die wichtige Nord-Süd-Verbindung der Deutschen Bahn unterbrochen. Der Fernverkehr wurde umgelenkt. Nach der Aufhebung der Sperrung lief der Schienenverkehr laut einem Sprecher der Deutsche Bahn am frühen Sonntagmorgen wieder normal.

RND/dpa

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