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“Böllerschlachten”: Hamburg verbietet Silvesterfeuerwerk an Binnenalster

  • An der Hamburger Binnenalster hatte es in den vergangenen Jahren an Silvestern unschöne Situationen gegeben
  • Jetzt zieht die Stadt Konsequenzen und verbietet dort Silvesterfeuerwerk.
  • Die Polizei soll das Verbot umsetzen.
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Hamburg. In diesem Jahr soll es am Hamburger Jungfernstieg kein Feuerwerk an Silvester geben. Das Verbot sei die Konsequenz der vergangenen Silvesterpartys an der Binnenalster. Polizeipräsident Ralf Martin Mayer sagte laut NDR, die Situation sei im vergangenen Jahr "aus dem Ruder gelaufen". Jugendliche und junge Erwachsene hätten sich Böllerschlachten geliefert, Raketen in die Menschenmenge gefeuert, dabei hätte es Verletzte gegeben.

Im vergangenen Jahr seien fünf Polizisten verletzt worden. Zudem sei ein siebenjähriges Kind im Gesicht verletzt worden, ein 16-Jähriger an der Hand. Insgesamt stellte die Polizei 41 Polenböller, zahlreiche Schreckschusspistolen, 15 Waffen und knapp 700 Schuss Munition sicher. "Und das ist nur das, was festgestellt wurde. Viele Dinge bleiben im Dunkeln“, sagte Meyer. Im vergangenen Jahr waren 10.000 Menschen an die Binnenalster gekommen, darunter auch viele Familien mit Kindern. "Natürlich spielt auch Alkohol eine Rolle. Es werden Raketen abgeschossen in einer Art und Weise, die nicht sicher ist“, sagte Meyer.

"Wir haben dort eine ziemlich problematische Entwicklung"

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Innensenator Andy Grote (SPD) betonte ebenfalls: "Wir haben dort eine ziemlich problematische Entwicklung in den vergangenen Jahren." Durch den unsachgemäßen Gebrauch von Feuerwerkskörpern und eine immer größere Zahl an Menschen sei die Gefahr von Verletzungen gestiegen. Bei aggressiven Reaktionen aus der Menge heraus sei auch die Situation für die Einsatzkräfte schwierig. Daher werde das Feuerwerk rund um die Binnenalster untersagt, Polizeibeamte sollen das Verbot mit Kontrollen umsetzen. Ähnliche Verbote gibt es bereits in Städten wie Hannover und Köln.

RND/dpa/seb

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