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BMW rammt Familie von der Autobahn − Suche nach Raser bei Facebook

  • Eine absolute Horrorfahrt hat eine Familie aus Sachsen-Anhalt hinter sich.
  • Auf der A14 rammte ein BMW den Familienwagen mit voller Wucht, der Fahrer machte sich unerkannt aus dem Staub.
  • Doch damit will sich die Familie nicht abfinden und startet einen Aufruf bei Facebook.
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Naundorf. Ein absolutes Horrorerlebnis hatte eine Familie aus Sachsen-Anhalt am 1. November auf der Autobahn 14. Am späten Abend rammte ein BMW den Wagen der drei Insassen mit voller Wucht in Höhe der Anschlussstellen Brandis/Naunhof (Sachsen). Wie durch ein Wunder blieben Mutter, Vater und Tochter unverletzt. Der BMW-Fahrer machte sich anschließend aus dem Staub.

Doch damit will sich die geschockte Familie nicht abfinden: Über Facebook sucht die Mutter nun nach dem Autobahnraser. In einem dramatischen Post beschreibt Swetlana Henneberg die Horrorfahrt des 1. Novembers.

Der BMW mit BZ-Kennzeichen sei mit voller Wucht in das Auto der Familie gerast. „Wir haben uns mehrfach über die Autobahn zwischen den Leitplanken gedreht und frontal die Mittelplanke erwischt. Unser kleiner, schwarzer Chevrolet Spark ist Totalschaden.“ Die Familie habe an dem Abend „viele Schutzengel“ gehabt − nur deshalb sei man noch am Leben, schreibt die Mutter.

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Familie sucht Fahrer bei Facebook

Auch die anderen Verkehrsteilnehmer hätten vollen Einsatz gezeigt: „Die Mädels, die hinter uns gefahren sind, haben blitzschnell reagiert. Vielen Dank dafür und für die Zeit, die ihr für uns da wart“, schreibt die Mutter.

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Dann startet die Frau einen Aufruf: „Hat jemand zufällig etwas gesehen? Ist zu dieser Zeit ein BMW neuerem Baujahr mit BZ-Kennzeichen, der Schaden an der rechten (Beifahrerseite) vorn hat an jemandem vorbeigerauscht oder durch aggressive Fahrweise aufgefallen? Hat jemand einen BMW mit BZ-Kennzeichen und Schaden irgendwo fahren oder stehen gesehen, vielleicht in einer Werkstatt im Raum Bautzen oder Leipzig? Teilt es bitte wie verrückt, damit wir so viele wie möglich erreichen können. Wir sind für jeden Hinweis dankbar.“

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Erste Hinweise schon eingegangen

Der Aufruf zeigt Wirkung: Rund 30.000-mal wurde der Beitrag inzwischen geteilt und rund 2700-mal kommentiert. Die Familie habe sogar einige wertvolle Hinweis bekommen, berichtet sie. Wegen der laufenden Ermittlungen wolle man darüber aber zunächst keine Auskunft geben.

Gegenüber der „Bild“-Zeitung bestätigte die Polizei den Vorfall auf der A14: „Wir ermitteln wegen fahrlässiger Körperverletzung in Tateinheit mit Herbeiführen eines Verkehrsunfalls und unerlaubten Entfernens vom Unfallort“, so eine Leipziger Polizeisprecherin. Der Sachschaden betrage rund 14.000 Euro.

RND/msc