Architekturbüro verschickt rassistische Absage an Bewerber

  • Ein Berliner Architekturbüro hat mit einer rassistischen E-Mail für einen Eklat gesorgt.
  • Die Chefin der Firma lehnte einen Bewerber mit den Worten „Bitte keine Araber“ ab.
  • Die interne Mail wurde wohl aus Versehen an den Bewerber geschickt.
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Berlin. Ein Berliner Architekturbüro hat für einen handfesten Eklat gesorgt: Die Chefin der Firma verschickte eine rassistische Absage an einen Bewerber. Die Mail enthält die Zeile „Bitte keine Araber“.

Dass die Mail im Postfach des Bewerbers landete, ist vermutlich ein Versehen – wahrscheinlich war sie für den internen Gebrauch bestimmt. Der betroffene Bewerber veröffentlichte die E-Mail kurzerhand auf Twitter und schrieb dazu: „Die schlimmste Absage, die du je bekommen hast.“

In dem sozialen Netzwerk erhielt der Screenshot innerhalb kurzer Zeit Tausende Kommentare und löste eine Diskussion über Rassismus in der Arbeitswelt aus. Die Autorin Bahar Aslan schrieb dazu: „Was wir tagtäglich im Beruf, auf der Arbeit oder bei der Wohnungssuche erleben, ist Rassismus.“

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Sie bekomme immer wieder zu spüren, dass sie nicht dazugehöre, obwohl sie in Deutschland geboren sei, so Aslan. Auch andere Nutzer bestätigten Aslans Erfahrungen. Viele rieten dem Bewerber, das Architekturbüro zu verklagen.

Büro spricht von einem „Missverständnis“

Das Architektenbüro hat sich inzwischen zum Fall geäußert und stellt diesen als Missverständnis dar. „Selbstverständlich respektieren wir nicht nur Menschen, sondern auch Gesetze wie das AGG“, heißt es in einer Stellungnahme des Unternehmens, aus der der „Spiegel“ zitiert. Damit ist das Allgemeine Gleichstellungsgesetz gemeint.

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Die Bewerbung sei versehentlich einer Stellenausschreibung für den Standort China zugeordnet worden. Für diese Stelle habe der Bewerber nicht über die nötigen Qualifikationen verfügt. Die Bewerbung sei dann „mit verkürztem Kommentar“ an das Sekretariat zurückgeschickt worden.

RND/msc