„Betet für uns“: Videos zeigen Verwüstungen auf den Bahamas

  • Hurrikan „Dorian“ ist am Sonntagmittag mit voller Wucht im Norden der Bahamas bei Elbow Cay auf Land getroffen.
  • Zahlreiche Videos in sozialen Medien zeigen ein Bild der Zerstörung.
  • Das genaue Ausmaß der Schäden wird sich allerdings erst im Laufe des Montags zeigen.
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Nassau. Hurrikan „Dorian“ ist am Sonntagmittag mit voller Wucht im Norden der Bahamas bei Elbow Cay auf Land getroffen. Auf den nördlichen Inseln des Archipels rissen Windböen von mehr als 350 Kilometern pro Stunde Dächer weg, wirbelten Autos aufs Dach und knickten Strommasten um. In sozialen Medien posteten Nutzer zahlreiche Videos mit teilweise erschreckenden Aufnahmen.

Viele der Videos stammen von der Insel Abaco. Unweit von dort war das Zentrum des Sturms am Sonntag auf Land getroffen. In einem Video ist zu sehen, wie Wassermassen die Wohngebäude meterhoch umspült haben. Eine verzweifelte Frauenstimme ist zu hören: „Ich und mein Baby sind eingeschlossen. Bitte betet für uns! Bitte betet für Abaco!"

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Ein anderes Video von der Insel zeigt die massive Zerstörung von Häusern und Autos. Eine Frau erklärt, dass Menschen versuchen würden, sich in Sicherheit zu bringen.

Ein weiteres Video von der Insel, das am Sonntagnachmittag (Ortszeit) bei Twitter veröffentlicht wurde, zeigt die Zerstörungen in einem Wohnhaus – das Dach des Gebäudes ist komplett abgetragen.

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Eine andere Aufnahme, ebenfalls von Abaco, zeigt eine Familie mit einem Baby, die in ihrem Haus eingeschlossen ist – auch hier ist das Dach zerstört.

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Weitere Videos, offenbar aufgenommen vor dem Höhepunkt des Hurrikans, zeigen heftige Regenfälle, die über die Insel peitschen, und Bäume, die sich im Sturm biegen.

Das Ausmaß der Schäden auf Abaco könne wegen des sich nur langsam bewegenden Sturms frühestens am Montagnachmittag festgestellt werden, sagte Joy Jibrilu, die Generaldirektorin des Tourismusministeriums, dem US-Sender CBS in einem Telefonat. Viele der Einwohner hätten die bereitgestellten Notunterkünfte aufgesucht.

„Ich glaube, niemand hat mit einem Hurrikan von solcher Intensität gerechnet“, sagte Jibrilu. Die weiter südlich gelegenen Inseln des Archipels sowie die Hauptstadt Nassau waren Jibrilu zufolge nicht von dem Hurrikan betroffen. Dort funktioniere das öffentliche Leben normal.

RND/seb/dpa

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