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BGH-Urteil: Nachbar darf überhängende Äste abschneiden – auch wenn der Baum dadurch stirbt

  • Der Bundesgerichtshof hat über einen Nachbarschaftsstreit geurteilt.
  • Ein Mann darf jetzt doch die Äste des Baumes abschneiden, die in seinen Garten hinreinragen.
  • Auch wenn der Baum dadurch sterben könnte.
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Karlsruhe/Berlin. Ein Nachbar darf Äste eines Baumes abschneiden, die in seinen Garten hineinragen. Dies gilt selbst dann, wenn ein Baum dadurch absterben könnte. Der Bundesgerichtshof (BGH) bestätigte am Freitag das im Bürgerlichen Gesetzbuch vorgesehene Recht zur Selbsthilfe in einem solchen Fall (Az. V ZR 234/19).

Urteil des Landesgerichts aufgehoben

Er hob ein Urteil des Landgerichts Berlin auf und verwies es zur Neuverhandlung zurück. Der BGH betonte zugleich: Das Selbsthilferecht könne aber durch naturschutzrechtliche Regelungen eingeschränkt sein, etwa durch Baumschutzsatzungen

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Damit unterlag vor dem obersten deutschen Zivilgericht ein Grundstückeigentümer, der sich dagegen gewehrt hatte, dass seine Kiefer vom Nachbarn beschnitten wird. Er hatte damit argumentiert, dass der Baum dann nicht mehr stabil stehe oder sogar absterben könne. Im Mittelpunkt des Rechtsstreits stand eine vier Jahrzehnte alte Schwarzkiefer in Berlin, deren Äste seit langem auf das Nachbargrundstück ragen.

RND/dpa

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