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Bewaffnetes Ehepaar behauptet nach Kritik: Wir unterstützen Black Lives Matter

  • Ein US-amerikanisches Ehepaar ist massiv in die Kritik geraten, nachdem es mit Waffen auf Demonstranten vor seinem Haus gezielt hat.
  • Nun hat sich der Anwalt des Paares zu Wort gemeldet.
  • Er behauptet, die beiden seien Unterstützer der Black-Lives-Matter-Bewegung und wollten ihr Eigentum nur verteidigen.
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Das Paar, das von seinem Grundstück mit Schusswaffen auf Black-Lives-Matter-Demonstranten gezielt hat und danach massiver Kritik ausgesetzt war, hat sich nun über seinen Anwalt zu dem Vorfall geäußert. Gegenüber der Nachrichtenagentur AP teilte Anwalt Albert Watkins mit, dass das Ehepaar langjährige Bürgerrechtler seien und die Botschaft der Black-Lives-Matter-Bewegung unterstützten. “Das Wichtigste für die beiden ist, dass dieses Bild (mit den Waffen) nicht von Leuten vereinnahmt wird, die gegen die Black-Lives-Matter-Botschaft sind.”

Die beiden hätten ihre Waffen genommen, als zwei oder drei Demonstranten – die weiß gewesen sein sollen – das Paar und ihr Eigentum sowie das ihrer Nachbarn gewaltsam bedrohten.

Video
Hausbesitzer ziehen Waffen gegen Demonstranten
0:37 min
Ein Paar aus St. Louis hat es zu zweifelhafter Bekanntheit gebracht.  © Reuters
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Sie fürchteten laut ihrem Anwalt um ihr Leben

Videos dieser Szene zeigten das Paar, das am Samstag vor seinem Haus in dem wohlhabenden Viertel Central West End stand, als Demonstranten an seinem Haus vorbeimarschierten. Auf dem Video konnte man den Mann schreien hören, während er eine Waffe in der Hand hielt. Seine Frau stand mit einer Pistole neben ihm. Dem Fernsehsender KMOV erzählte das Paar, es habe in seiner Privatstraße einem “wütenden Mob” gegenübergestanden und um sein Leben gefürchtet.

Gegen das Paar wird keine Anklage erhoben

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Gegen das Paar wurde bislang keine Anklage erhoben. Die Polizei ermittelt aber wegen möglichen Hausfriedensbruchs und Bedrohung der Demonstranten.

Die Staatsanwältin Kimberly Gardner erklärte: “Ich bin alarmiert über die Ereignisse am Wochenende, bei denen friedliche Demonstranten mit Waffen bedroht wurden. Wir müssen das Recht auf friedlichen Protest schützen – und jeder Versuch, es durch Einschüchterung oder Androhung tödlicher Gewalt zu unterbinden, wird nicht toleriert.”

RND/ros


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