Betrunken drei Obdachlose überrollt: Mutmaßlicher Raser angeklagt

  • Im Juli 2020 werden am Berliner Bahnhof Zoo drei Obdachlose von einem Auto überrollt und schwer verletzt.
  • Jetzt hat die Staatsanwaltschaft Anklage gegen einen mutmaßlichen Raser erhoben - der Mann war zum Unfallzeitpunkt betrunken.
  • Die drei Männer erlitten diverse Knochenbrüche, zwei von ihnen auch Wirbelfrakturen - einem Obdachlosen musste ein Bein amputiert werden.
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Berlin. Er soll am Berliner Bahnhof Zoo die Kontrolle über sein Auto verloren, drei Obdachlose angefahren und schwer verletzt haben: Die Berliner Staatsanwaltschaft hat rund elf Monate nach diesem schweren Unfall einen 25-Jährigen angeklagt. Er soll am 26. Juli vergangenen Jahres an der Kreuzung Joachimsthaler Straße/Hardenbergstraße bei roter Ampel abgebogen sein. Wegen überhöhter Geschwindigkeit soll der alkoholisierte Fahrer die Kontrolle über das schwere Auto verloren haben und auf den Gehweg mit den Obdachlosen gekracht sein.

Zwei auf dem Boden liegende Männer soll er überrollt haben, wie eine Sprecherin der Anklagebehörde am Freitag mitteilte. Der dritte Mann sei durch die Wucht des Aufpralls aus seinem Rollstuhl geschleudert worden, bevor auch er überfahren wurde. Angeklagt sind vorsätzliche Gefährdung des Straßenverkehrs, fahrlässige Körperverletzung und Fahren ohne Fahrerlaubnis.

Obdachlosem musste Bein amputiert werden

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Die drei Männer erlitten diverse Knochenbrüche, zwei von ihnen auch Wirbelfrakturen. Einem Obdachlosen musste ein Bein amputiert werden, er sei sieben Mal operiert worden. Andere Passanten auf dem Gehweg erlitten laut Mitteilung Prellungen und Abschürfungen.

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Der damals 24 Jahre alte Autofahrer war zunächst festgenommen worden, kam aber wenig später wieder auf freien Fuß, da er eine feste Adresse hat. Nach damaligen Angaben von Ermittlern ergab ein Atemalkoholtest etwa 0,7 Promille. Der Wagen wurde beschlagnahmt.

Laut damaligen RBB-Informationen soll der Mann die Schlüssel des Wagens nach einem heftigen Streit mit seiner ehemaligen Freundin aus deren Wohnung gestohlen haben.

RND/dpa

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