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Betrugsverdacht: Ermittler durchsuchen Corona-Testzentrum in Lübeck

  • Die Staatsanwaltschaft hat in Lübeck ein Corona-Testzentrum durchsuchen lassen.
  • Die Ermittler sprechen von gewerbsmäßigem Betrug.
  • Offenbar wurden PCR-Tests nicht ordnungsgemäß untersucht.
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Lübeck. Die Staatsanwaltschaft Lübeck hat am Freitagnachmittag die Räume eines Corona-Testzentrums in der Innenstadt durchsuchen lassen. Es bestehe der Verdacht des gewerbsmäßigen Betrugs, sagte die Sprecherin der Staatsanwaltschaft, Ulla Hingst, den „Lübecker Nachrichten“.

Es geht um Abstriche für PCR-Tests, die – so der Verdacht – nicht oder nicht ordnungsgemäß untersucht worden seien. Beschuldigt sind der Betreiber des Testzentrums und eine Mitarbeiterin. Zur gleichen Zeit wurden der Firmensitz in Berlin und die Privatwohnungen der Beschuldigten durchsucht. Das Testzentrum blieb danach geschlossen.

Bürgerin erstattet Anzeige

Der Verdacht der Staatsanwaltschaft richtet sich auf Bescheinigungen, die nach einem PCR-Test ausgestellt wurden. Dabei wurde als auswertendes Labor die Berliner Charité genannt. Die Charité hat jedoch angegeben, zu dem Lübecker Testzentrum und seinem Betreiber keine Verbindung zu haben.

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Eine Frau aus Lübeck hatte den „Lübecker Nachrichten“ zuvor von Ungereimtheiten bei einem PCR-Test für ihre 87-jährige Mutter berichtet. Nach ihren Angaben wurde beim PCR-Test kein Abstrich aus dem Rachen genommen. Erst recht misstrauisch sei sie geworden, als das Attest, das ihr nach dem Test als Download zur Verfügung gestellt wurde, ein falsches Testdatum auswies. Die Frau erstattete daraufhin Anzeige.

RND/LN/msc

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