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Betrugsskandal an Elite-Unis: Yale widerruft Zulassung von Studentin

Es ist wohl der erste Rauswurf einer Studentin seit Bekanntwerden des Betrugsskandals an US-Elite-Unis: Die Universität Yale hat die Zulassung einer Studentin widerrufen. Ihre Eltern sollen 1,2 Millionen Dollar gezahlt haben, damit sie aufgenommen wird.

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New Haven. Im Zuge des Betrugsskandals an US-Hochschulen hat die Elite-Universität Yale die Zulassung einer Studentin widerrufen. Insgesamt zwei Bewerberinnen hätten unrechtmäßige Empfehlungen von einem Fußballtrainer erhalten, teilte die Universität am Dienstag (Ortszeit) mit.

Eine der beiden sei daraufhin aufgenommen worden. Die Zulassung dieser Studentin habe die Hochschule nun zurückgezogen. US-Medienberichten zufolge handelt es sich um den ersten Rauswurf einer Studentin seit Bekanntwerden des Betrugsskandals vor zwei Wochen.

Um ihre Kinder an Elite-Einrichtungen wie Yale, Stanford oder Georgetown unterzubringen, sollen Dutzende Prominente und andere wohlhabende Eltern Colleges und Universitäten in den USA bestochen haben. Nach US-weiten Ermittlungen der Bundespolizei FBI wurden 50 mutmaßliche Täter festgenommen, darunter auch die Schauspielerin Felicity Huffman (56), bekannt aus der TV-Serie "Desperate Housewives", und Lori Loughlin (54) aus der Sitcom "Full House". Trainer waren unter anderem in den Skandal involviert, weil viele US-Hochschulen junge, herausragende Sportler anwerben.

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In dem aktuellen Fall soll der mutmaßliche Drahtzieher hinter den Betrügereien dabei geholfen haben, ein falsches Sportler-Profil für die Studentin zu erstellen, berichteten US-Medien unter Berufung auf Gerichtsdokumente. Dieses Profil habe er dem Fußballtrainer geschickt, der die Studentin 2017 empfahl, obwohl er gewusst habe, dass sie keine Leistungssportlerin gewesen sei.

Ihre Eltern zahlten demnach 1,2 Millionen Dollar (1,1 Millionen Euro) an den Drahtzieher. Nach ihrer Zulassung habe der Coach 400.000 Dollar (356.000 Euro) davon erhalten. Im April 2018 war der Fußballtrainer aufgeflogen. Er kooperiert seitdem mit den Behörden.

Von RND/dpa