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Bestrafung von Kindern: Japan will traditionelle Sitzhaltung abschaffen

  • Die traditionelle japanische Sitzhaltung “Seiza” wird vielerorts noch zur Bestrafung von Kindern eingesetzt.
  • Damit soll jetzt Schluss sein.
  • Grund ist eine Reihe von Todesfällen unter Kindern.
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Tokio. Japans traditionelle Sitzhaltung auf den Knien, die nach einer Weile schmerzhaft werden kann, soll Kindern nicht mehr zur Bestrafung aufgezwungen werden. Ein Gremium des Gesundheitsministeriums erklärte am Dienstag laut Medienberichten, dass das "Seiza" ("richtig sitzen") im Rahmen einer Gesetzesrevision zum Schutz gegen Kindesmissbrauch künftig als moralisch unzulässige Form der Bestrafung erachtet werde.

Traditionelle Sitzhaltung aus dem alten Japan

Anlass des neuen Gesetzes ist eine Reihe von Todesfällen unter Kindern, die von ihren Eltern und Erziehungsberechtigten zur Disziplinierung physisch misshandelt wurden. Beim Seiza sitzt man kniend auf den Fersen, den Spann auf dem Boden und den Rücken gerade aufgerichtet.

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Im alten Japan wurde grundsätzlich in dieser Haltung gesessen, da es keine Stühle gab.

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RND/dpa