Besatzung macht aus einem Atom-U-Boot ein Partyboot

91 Tage unter Wasser: Die Besatzung der HMS Vigilant feierte – inklusive Sex und Kokain. Der Drogenmissbrauch kam jetzt bei einer regulären Kontrolle heraus.

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London. Die britische Marine hat neun Besatzungsmitglieder eines U-Boots der Atomstreitkräfte entlassen, die positiv auf Drogen getestet wurden. Dis „HMS Vigilant“ ist eines von vier mit Trident-Atomraketen ausgerüsteten U-Booten der UK Nuclear Deterrent Forces. In einer Erklärung der Marine vom Samstag hieß es, der Drogenmissbrauch sei bei vorgeschriebenen Kontrollen festgestellt worden.

Die Zeitung "Daily Mail" berichtete, die Seeleute hätten Kokain eingenommen. Sie hätten die Drogen bei Partys konsumiert, die sie besuchten, als die "Vigilant" in den USA ankerte, um Atomsprengköpfe an Bord zu nehmen.

Das U-Boot war kürzlich wegen einer Affäre zwischen einem männlichen und weiblichen Besatzungsmitglied in den Schlagzeilen. „Daily Mail“ sprach von einem der vermutlich größten Drogen- und Sexskandale der britischen Marine. Es soll mehrfach zu Affären zwischen den Besatzungsmitgliedern gekommen sein.

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Rund zehn Prozent der 168 Besatzungsmitglieder seien nach diversen Vorkommnissen entweder entlassen worden oder hätten den Abschied genommen, oder es werde gegen sie ermittelt.

Nach Daily-Mail-Angaben sagte ein Marine-Insider: „Diese Jungs waren 91 Tage unter Wasser. Was wird Ihrer Meinung nach passieren? Es war eine einmonatige Party, die es nicht hätte geben dürfen. HMS Vigilant wurde bekannt als ‚das Partyboot‘.“

Von RND/dpa/far