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BVG äußert sich zur Diskussion um den Namen Glinkastraße

Die U-Bahn-Haltestelle Mohrenstraße in Berlin soll umbenannt werden in Glinkastraße.

Die U-Bahn-Haltestelle Mohrenstraße in Berlin soll umbenannt werden in Glinkastraße.

Die Diskussionen um die Umbenennung des U-Bahnhofs Mohrenstraße in Berlin gehen weiter. Auch der neue Name Glinkastraße, den die Berliner Verkehrsgesellschaft (BVG) ausgewählt hat, sorgt für Gesprächsstoff. Denn der russische Komponist Michail Iwanowitsch Glinka, nach dem der Bahnhof benannt werden soll, soll eine antisemitische Vergangenheit haben.

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So geht es in der Oper “Fürst Cholmski”, für die der Komponist die Musik schrieb, um eine jüdische Verschwörung. Zudem soll Glinka einen Komponisten jüdischen Glaubens beleidigt haben. Der Musikwissenschaftler Richard Taruskin bezeichnete Glinka in der “New York Times” im Jahr 1997 gar als “judophob”.

BVG: “Wir sind offen für Diskussionen zum Namen der besagten Station”

Nun haben sich die BVG mit etwas Verspätung noch mal zu der Diskussion um den Namen Glinkastraße geäußert. Auf Twitter heißt es von den Verkehrsbetrieben: “Wir sind offen für Diskussionen zum Namen der besagten Station. Einzige Voraussetzung: Wir müssen uns bei den Stationsnamen an den örtlichen Gegebenheiten orientieren und können uns nicht einfach einen Namen ausdenken. Aktuell ist das die Glinkastraße. Bis zum nächsten Fahrplanwechsel ist aber noch viel Zeit, und noch steht nirgendwo Glinka dran.”

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Die BVG betonen weiter: “Wir haben euch gehört und sind in alle Richtungen offen, über den Namen der Station zu sprechen und eine Lösung zu finden.”

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Wird Glinkastraße auch als Kränkung empfunden?

Bereits zuvor hatten die Verkehrsbetriebe gesagt, dass sie sich “nicht für etwas entschieden haben, sondern ganz bewusst gegen eine Bezeichnung, die von vielen Menschen als eine Kränkung empfunden wird” – also gegen die Mohrenstraße, nicht explizit für die Glinkastraße. Dass letzterer Name allerdings auch Menschen kränken könnte, dazu beziehen die BVG keine Stellung.

RND/hsc

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