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17-Jährige nach rassistischem Angriff: „Gefühl der Hilflosigkeit“

Mehrere Straßenbahnen fahren durch Berlin-Prenzlauer Berg. (Archivfoto)

Berlin. Nach einem rassistischen Angriff auf sie ist eine Berliner Jugendliche vor allem über die fehlende Hilfe von Zeugen erschüttert. Schlimmer als der grundlose Angriff sei, dass sie „mit diesem Gefühl der Hilflosigkeit“ leben müsse, sagte die 17-Jährige dem Nachrichtenportal „Watson“. „Ich war wie ein kleiner Wurm, der gerade von einer Schar Vögel aufgefressen wird“, schilderte die junge Frau. „Ich habe diesen Kreis, der sich um mich gebildet hat, als Helfer wahrgenommen, habe diese Leute angesprochen. Stattdessen wurde ich beleidigt und ausgelacht. Und das finde ich viel schlimmer.“

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Die türkischstämmige 17-Jährige war nach ihrer Schilderung am Samstagabend in einer Straßenbahn in Berlin-Prenzlauer Berg von drei Frauen und drei Männern rassistisch angepöbelt, verprügelt und getreten worden. In einem Video aus dem Krankenhaus berichtete sie später teilweise weinend von dem Vorfall. Daraufhin gab es viele Reaktionen im Internet. Die Polizei sucht nach drei beteiligten Täterinnen.

„Diese Gesichter sehe ich jedes Mal vor mir, wenn ich meine Augen schließe“

„Ich hatte ein leichtes Schädel-Hirn-Trauma, ein Bauch-Trauma, eine Gehirnerschütterung, Prellungen und viele blaue Flecke auf dem gesamten Körper verteilt“, sagte die Jugendliche im „Watson“-Interview. „Aber ich bin auch mental und psychisch angegriffen worden: Diese Gesichter sehe ich jedes Mal vor mir, wenn ich meine Augen schließe. Vor allem das Lachen des einen Mannes kann ich einfach nicht vergessen.“

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Die Polizei hatte den Angriff anfangs falsch dargestellt und geschrieben, Auslöser des Konflikts sei gewesen, dass die Frau keine Corona-Maske getragen habe.

RND/dpa

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