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Bergisch Gladbach: Bürgermeister will Ortsbezeichnungen von Kriminalfällen trennen

  • Sollten wir bestimmte Kriminalfälle immer direkt mit einem Ort verbinden?
  • Eindeutig nein, wenn es nach dem Bürgermeister von Bergisch Gladbach geht.
  • Er nennt zugleich eine Alternative.
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Bergisch Gladbach. Der Bürgermeister von Bergisch Gladbach plädiert dafür, bei der Benennung von Kriminalfällen nicht mehr so stark Ortsbezeichnungen in den Vordergrund zu rücken. "Ich würde daran appellieren wollen, dass man künftig Ortsbezeichnungen nicht mit einem Verbrechen so stark in einen Kontext setzt", sagte Rathauschef Lutz Urbach (CDU) der Deutschen Presse-Agentur. "Tatsächlich könnte einfach ein Begriff, der sich aus der Beschreibung des Tatgeschehens ergibt, gerechter sein."

Hintergrund: Bergisch Gladbach wird seit 2019 mit einem gigantischen Geflecht von Kindesmissbrauch in Verbindung gebracht, weil von dort ein Beschuldigter stammt, bei dem es erste Durchsuchungen gegeben hatte. Allerdings war er nur ein Verdächtiger unter vielen aus unterschiedlichen Orten, wie sich später herausstellte. Dennoch ist heute vom Missbrauchskomplex Bergisch Gladbach die Rede.

Prozess gegen Verdächtigen aus Bergisch Gladbach soll am Montag beginnen

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Den Ermittlungsbehörden macht Urbach deswegen keine Vorwürfe. "Zu dem Zeitpunkt, als die Benennung erfolgt ist, war noch gar nicht absehbar, dass sich die Ermittlungen auf ganz Deutschland und darüber hinaus ausweiten werden", sagte er. Gleichwohl sei es für eine Stadt immer schwierig, wenn sie so stark mit einem negativen Ereignis verbunden werde. "Ich habe mal den Kollegen aus Gladbeck getroffen. Der sagte, er könne das Geiseldrama auch nicht mehr hören."

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Der Prozess gegen den Verdächtigen aus Bergisch Gladbach soll am Montag (10. August) beginnen. Die Ermittler haben in dem Missbrauchskomplex nach eigenen Angaben mittlerweile fast 50 Kinder identifiziert und aus den Fängen der Täter befreit.

RND/dpa

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