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Bereits in den Top Ten: Rollstuhlfahrerin aus Stralsund will Miss Germany werden

  • Seit einem Motorradunfall vor sieben Jahren ist Maike Budwig von der Brust abwärts gelähmt und sitzt im Rollstuhl.
  • Ihren Lebensmut hat die Stralsunderin jedoch nicht verloren.
  • Nun hat sie sich bei der Wahl zur Miss Germany beworben.
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Maike Budwig beschreibt sich selbst als Meerjungfrau. Das hat zwei Gründe: Zum einen liebt die Stralsunderin das Meer, zum anderen kann sie – ganz genau wie die mystischen Unterwasserwesen – nicht laufen. Seit einem Motorradunfall vor sieben Jahren ist sie von der Brust abwärts gelähmt und sitzt seitdem im Rollstuhl. Ihren Lebensmut hat die 34-Jährige jedoch nie verloren. Wie die “Ostsee-Zeitung” berichtet, hat sie sich bei der Wahl zur Miss Germany beworben – und es in ihrem Bundesland Mecklenburg-Vorpommern bereits in die Top Ten geschafft.

Jahrzehntelang hat der Wettbewerb um die Miss Germany ein Schönheitsideal vertreten, das nur auf wenige Frauen zutrifft. Doch seit 2019 ist das anders. Seitdem darf sich jede Frau um den Titel bewerben. Statt einer perfekten Figur und vermeintlichen Idealmaßen wird noch mehr Wert auf Persönlichkeit gelegt. Das Motto: authentische Frauen stärken. Es soll um die Geschichte der Teilnehmerinnen gehen und um das, was sie verkörpern. “Wenn wir bereits eine Barbie im Rollstuhl haben, wieso soll es denn dann keine Miss Germany im Rollstuhl geben?”, fragt Maike Budwig.

Auch wenn die Stralsunderin seit einem schweren Motorradunfall vor sieben Jahren an den Rollstuhl gefesselt ist, ihren Lebensmut hat sie nicht verloren – ganz im Gegenteil: “Vor genau sieben Jahren habe ich alles verloren, aber nicht mein Lachen”, schreibt Maike unter eines ihrer Bilder auf Instagram. Einen falschen Eindruck wolle sie damit nicht erwecken: “Natürlich würde ich gern laufen können und ich habe mal schlechte Tage, aber die hat jeder und die dürfen das eigene Leben nicht bestimmen.” Mit ihrem alten Leben habe sie abgeschlossen, sagt sie.

Neues Miss-Germany-Konzept bewegte zur Bewerbung am Wettbewerb

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Sich bei der Wahl zur Miss Germany zu bewerben, hänge mit dem neuen Konzept des Wettbewerbs zusammen, verrät Maike der “Ostsee-Zeitung”. Zunächst hatte sie kein Feedback erhalten, als dann jedoch die Einladung zu den sogenannten Live Experiences von Miss Germany nach Hamburg kam, stand es fest: Sie ist unter den besten 160 Frauen in Deutschland (von insgesamt 15.000 Bewerberinnen) und unter den besten zehn Frauen aus Mecklenburg-Vorpommern.

“Eigentlich haben wir jetzt schon alle gewonnen. Das waren alles Knallerfrauen, die dort in Hamburg waren, und jede hat ihre persönliche Geschichte”, erzählt Maike. Dass der “Porsche” – so nennt sie ihren Rollstuhl – bei der Weiterwahl eine Rolle spielen könnte, empfindet sie nicht als negativ: “Die Frau, die ich jetzt bin, bin ich auch nur durch den Rollstuhl geworden”, erklärt sie.

RND/Lena-Marie Walter/liz

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