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Beinamputierte Kandidatin schafft es bis ins Finale der Miss-Italien-Wahl

Normalerweise sind Miss-Wahlen eher oberflächliche Veranstaltungen. Chiara Bordi aber hat es mit ihrer Teilnahme bei der Wahl zur Miss Italien geschafft, eine Diskussion über falsche Schönheitsideale und die Gleichberechtigung von Menschen mit Handicap auszulösen.

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Hannover. Chiara Bordi bringt auf den ersten Blick alle Voraussetzungen für eine erfolgreiche Modelkarriere mit. Bis auf diese eine Sache: Bordi wurde mit 13 Jahren ein Bein amputiert. Ein Verkehrsunfall zwang die Ärzte zu diesem Schritt. Seit dem trägt Bordi ein Prothese. Doch die hinderte die 18-Jährige nicht, sich zur Wahl der Miss Italien anzumelden. Bordi zeigte sich, wie alle Mitbewerberinnen, in Bikinimode und überzeugte am Ende viele Italiener, die sie im Telefonvoting bis auf Platz drei wählten.

Doch statt Glückwünsche muss Bordi jetzt Hass und Häme einstecken: Vor allem in sozialen Netzwerken wurde die Wahl scharf kritisiert und Bordis Erfolg als „Behindertenbonus“ tituliert. Doch die junge Italienerin bleibt stark: „Hinter all den Gemeinheiten verstecke sich Frustration“, sagte sie.

Von nl/RND

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