Bei glühender Hitze: Polizist bestraft Autofahrer, weil er Wasser trinkt

  • Ein Autofahrer trinkt bei brütender Hitze Wasser am Steuer.
  • Dabei beobachtet ihn ein Polizist – und stoppt ihn.
  • Trotz Hitze hätte er keinen Schluck aus der Wasserflasche nehmen dürfen.
Anzeige
Anzeige

Queensland. Ein Australier muss eine Strafe zahlen, weil ihn ein Polizist beim Trinken am Steuer erwischt hat. Wie australische Medien berichten, war der Mann nach einem Zwölf-Stunden-Arbeitstag bei brütender Hitze auf dem Heimweg, als ihn ein Polizist anhielt – und prompt bestrafte.

Umgerechnet 106 Euro sowie einen Strafpunkt erhielt der Australier, weil der Polizist ihn beim Trinken am Steuer beobachtete. Nicht etwa von Alkohol, sondern von Wasser. Dem Autofahrer war nicht bewusst, dass das Trinken von Wasser verboten ist – zumal bei hochsommerlichen Temperaturen. „Wenn ich tatsächlich damit gegen ein Gesetz verstoßen habe, bezahle ich die Strafe. Aber ist es nicht fragwürdig, jemanden an einem 39-Grad-Tag für das Trinken am Steuer zu bestrafen, der nur versucht, genügend zu trinken?“, sagte der Mann der australischen Nachrichtenseite „ABC“.

Lesen Sie auch: Bußgeldkatalog: Die Strafen drohen in anderen europäischen Ländern

Weiterlesen nach der Anzeige
Anzeige

Trinkende Autofahrer können Gefahr für Straßenverkehr sein

Er wollte sich mit dem Wasser abkühlen, weil seine Klimaanlage im Auto nicht funktionierte. Auch als der Autofahrer dies dem Polizisten schilderte, sah er keine Möglichkeit, von der Strafe abzusehen.

Auf Nachfrage bestätigte der Vorgesetzte des Polizisten, dass der Autofahrer während der Fahrt besser keinen Schluck aus der Wasserflasche genommen hätte.

„Es gibt Menschen, die während der Autofahrt Getränke zu sich nehmen und das Auto komplett unter Kontrolle haben. Es gibt aber auch Menschen, die dabei nicht mehr sorgfältig fahren, nicht mehr aufmerksam sind und es riskieren, die Kontrolle über ihr Fahrzeug zu verlieren“, sagte der Polizeiinspektor. Genau in diesen Fällen seien Polizisten angehalten, Autofahrer zu stoppen, wenn sie überzeugt sind, dass sie eine Gefahr für den Straßenverkehr darstellen. Als eine solche Gefahr hat der Polizist den Autofahrer offenbar eingestuft.

Anzeige

Lesen Sie auch: Scheuer plant hohe neue Bußgelder für Verstöße im Straßenverkehr

Strafen nicht nur für das Trinken am Steuer

Anzeige

Außerdem wies der Polizeiinspektor Autofahrer darauf hin, dass sie sich während der Fahrt die Frage stellen sollen, ob sie mit voller Aufmerksamkeit dem Straßenverkehr folgen können.

Strafen gebe es nicht nur beim Trinken, sondern genauso beim Essen am Steuer sowie bei allen weiteren Dingen, die Autofahrer vom Straßenverkehr ablenken. (RND/fla)