Behinderte Nachbarin vergewaltigt – 33-Jähriger vor Gericht

  • Vor dem Bonner Landgericht musste sich ein 33-Jähriger wegen der Vergewaltigung einer behinderten Nachbarin verantworten.
  • Der Angeklagte soll der halbseitig gelähmten Frau am Vorabend der Tat noch Lebensmittel gebracht haben.
  • Der Mann bestritt die Tat nicht, beteuerte aber, dass er von einer fremden Macht beherrscht werde.
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Bonn. Wegen der Vergewaltigung einer behinderten Nachbarin muss sich seit Mittwoch ein 33-Jähriger vor dem Bonner Landgericht verantworten. Dem Angeklagten wird vorgeworfen, morgens um 9 Uhr in der Wohnung der 59-Jährigen erschienen zu sein. Dort soll er die halbseitig gelähmte Frau aufs Bett gezerrt haben. Zunächst habe sie sich gewehrt, so die Anklage.

Schließlich habe sie vor Schmerz aber nicht mehr gekonnt. Am Vorabend der Tat, die sich in Reichshof im Oberbergischen Kreis ereignet habe, soll der 33-Jährige ihr noch Lebensmittel gebracht haben. Dabei sei er an ihren Wohnungsschlüssel gelangt.

Der Angeklagte bestritt die Tat nicht, beteuerte am ersten Prozesstag aber, dass er von einer fremden Macht („Science“) beherrscht werde, die ihm befehle, was er in seinem Leben zu tun habe. Dazu habe auch gehört, die viel ältere Frau zu vergewaltigen. Er sei nicht „Herr seines Willens“ gewesen, so der Eritreer. Der 33-Jährige war bereits 2015 vom Bonner Schwurgericht wegen gefährlicher Körperverletzung zu fünf Jahren Haft verurteilt worden.

RND/dpa

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