Bedrohte Art: Zwei Berggorilla-Babys in Uganda geboren

  • In einem Nationalpark in Uganda sind zwei Baby-Gorillas zur Welt gekommen.
  • Die Wildschutzbehörde des Landes spricht von einem "Zeichen der Erleichterung".
  • Vor allem wegen Wilderern sind Ostafrikas Berggorillas vom Aussterben bedroht.
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Kampala. Ein Nationalpark in Uganda freut sich über zwei neugeborene Baby-Gorillas. „Für uns ist das ein Zeichen der Erleichterung. Wir haben einen verloren. Wir haben zwei bekommen. Aber natürlich ist es schlimm, einen zu verlieren“, sagte der Sprecher der ugandischen Wildschutzbehörde, Bashir Hangi, am Dienstag. Damit bezog er sich auf die Tötung eines beliebten Silberrückens im Juni, Rafiki, im Bwindi Impenetrable National Park. Der Fall war international bekannt geworden - vergangene Woche wurde ein Ugander im Zusammenhang damit zu elf Jahren Gefängnis verurteilt.

Die Jungtiere wurden nach Einschätzung der Wildtierschützer in der gleichen Woche im Juli geboren, kamen aber in zwei unterschiedlichen Gorillagruppen zur Welt, die beide an Menschen gewöhnt sind. In dem geschützten Waldgebiet komme es derzeit zu einem Babyboom. Der Bwindi-Nationalpark ist bei Touristen beliebt.

Ostafrikas Berggorillas sind vom Aussterben bedroht

Ostafrikas Berggorillas sind vom Aussterben bedroht, vor allem weil Wilderer nach ihnen jagen, sie krank werden und der Mensch in ihren Lebensraum eingreift. In Kongo, Uganda und Ruanda leben rund 1000 Berggorillas in geschützten Gebieten, was für die Länder auch eine wichtige Einkommensquelle darstellt. Wegen der Coronavirus-Pandemie ist der Tourismus allerdings drastisch eingebrochen.

RND/AP

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