Bayerischer Landwirt misshandelt Rind, Nachbar filmt alles

  • Mit einem Gegenstand soll ein Landwirt in Bayern ein Rind brutal geschlagen haben.
  • Ein Nachbar zeichnete die Tat auf.
  • Die Tierschutzorganisation Peta stellte Strafanzeige gegen den Mann.
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Ebersberg. Die Tierschutzorganisation Peta hat einen Landwirt aus Bayern angezeigt. Er soll zusammen mit anderen Personen ein hilfloses Rind brutal misshandelt haben. Die Augen des Tieres sollen dabei verbunden gewesen sein.

Pikant für den Bauern: Eine Kamera hat das gesamte Geschehen aufgezeichnet. Die Tierschutzorganisation veröffentlichte am Montag die Aufnahmen auf ihrem Youtube-Kanal. Ein Nachbar des Bauernhofs habe die Tat heimlich gefilmt, berichtet der Tierschutzverein in dem Ort Ebersberg.

Auf dem Video ist zu sehen, wie der Landwirt mit einem Gegenstand immer wieder auf den Kopf und den Körper des Tieres einschlägt. Das Rind versucht derweil hilflos, den Stockhieben auszuweichen. Erfolglos läuft das Tier gegen einen Schuppen und verfängt sich in einem Busch.

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Offenbar nicht der erste Fall

Die Aufnahmen des Falls seien der Tierschutzorganisation über das Whistleblower-Formular der eigenen Website zugespielt worden. Peta habe Strafanzeige gegen die Beteiligten bei der Staatsanwaltschaft München gestellt und das zuständige Veterinäramt informiert.

Offenbar handelt es sich nicht um einen Einzelfall: Der Nachbar habe laut Peta schon seit einiger Zeit beobachtet, wie der Landwirt immer brutaler mit seinen Tieren umgegangen sei. Der Tierschutzverein Ebersberg habe schon Anfang Januar mit dem Veterinäramt Kontakt aufgenommen. Seinerzeit hätten Mediziner die Tiere untersucht. Sie stellten fest, dass etliche Tiere lahmten.

RND/msc