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Barrierefrei mit der Bahn reisen: So funktioniert der Mobilitätsservice

  • Laut der Deutschen Bahn sind Zugbegleiter nicht versichert, wenn sie Fahrgästen beim Einstieg helfen.
  • Erst kürzlich kam es zu Vorfällen, die auf Twitter heiß diskutiert wurden.
  • Gibt es einen Mobilitätsservice und wie genau funktioniert er?
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Hannover. Am Montag führte ein Vorfall bei der Deutschen Bahn zu Verärgerung im Netz, als eine Schwangere mit Kinderwagen beim Einsteigen in den Zug keine Hilfe von der Schaffnerin bekam. Auf den verärgerten Twitter-Post der Schwangeren antwortete die Bahn, dass die Zugbegleiter nicht versichert wären, wenn es bei der Hilfe beim Einstieg zu Verletzungen kommen sollte. Was genau steckt hinter dieser Antwort der Bahn?

Barrierefrei reisen - Aber wie?

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Die Bahn wirbt mit barrierefreiem Bahnfahren. Doch die Antwort der DB auf den Twitter-Post der Schwangeren klingt ganz anders. Erst um Weihnachten herum, gab es einen ähnlichen Vorfall mit einem Rollstuhlfahrer, der keine Hilfe beim Einstieg seitens des DB-Personals bekam. Es gäbe an dem Tag kurz vor Weihnachten keinen Mobilitätsservice, hieß es da.

Es stimmt, dass die Zugbegleiter der Deutschen Bahn nicht versichert sind, sollten sie einem Fahrgast beim Tragen, Einsteigen oder Koffer auf die Gepäckablage hieven helfen und dabei verletzt werden. Ganz gleich ob dabei der Fahrgast oder der Zugbegleiter selbst verletzt wird, die Folgen müssen sie selbst ausbaden. Das bezieht sich allerdings nur auf die Zugbegleiter und das Personal auf den Zügen.

Mobilitätsservice mit Vergünstigungen

Es gibt aber einen Mobilitätsservice der Deuten Bahn, der von jedem Fahrgast im voraus gebucht werden kann und verschiedene Leistungen beinhaltet – viele davon sind kostenlos. Schwangere mit Kind und Kinderwagen, ältere Personen, die unsicher auf den Beinen sind, oder Personen mit körperlichen Beeinträchtigungen können verschiedene Serviceleistungen und Vergünstigungen erhalten und Hilfe beim Einstieg und der Orientierung auf den Bahnsteigen von geschultem Personal bekommen, dass dafür dann auch entsprechend versichert ist.

Die Leistungen müssen aber immer mit ausreichend Vorlauf vor Antritt der Fahrt über die entsprechende Webseite oder über die App „DB Barrierefrei“ gebucht werden. Das Personal hilft den Fahrgästen dann beim Einstieg und Verstauen des Gepäcks sowohl am Startbahnhof als auch beim Ausstieg am Zielbahnhof. Auch hier gilt es allerdings zu beachten, dass die Bahn nicht vor kurzfristigen personellen Änderungen wie Krankheit oder plötzlichem Fahrgast-Ansturm aufgrund vorangegangenen Störungen sicher ist und es hier immer auch zu planerischen Engpässen kommen kann.

RND/hmo

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