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Cathy Hummels warnt vor der Inflation und räumt bei „Bares für Rares“ ab

Nicht nur der weihnachtliche Mustermix von Horst Lichter und Stargast Cathy Hummels machten den Reiz der "XXL"-Sonderausgabe im Festtagsglanz aus. Die Star-Influencerin stellte auch Verhandlungsgeschick unter Beweis.

Es war ein Abend, an dem die festlichen Lichter mit Edelsteinen und auf Hochglanz polierten Antiquitäten in der Drachenburg um die Wette glänzten. Horst Lichter lud am Mittwochabend im ZDF zu einem Weihnachtsspecial von „Bares für Rares“. Allein über 100 Diamanten funkelten auf einem Hochzeitsschmuck-Collier, das mit Kerstin van den Boom eine 58-jährige Augenoptikerin aus Lemgo den aus dem ZDF-Nachmittagsprogramm bekannten Trödelhändlern zum Verkauf angeboten hatte.

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Zunächst bezeichnete die etwas schüchtern wirkende Besitzerin das Glanzstück aus der Empire-Zeit fast ein wenig despektierlich als „Kropf-Kette“. Als sich Expertin Heide Rezepa-Zabel in Jubeltönen über das Meisterwerk der Juwelierkunst erging, wich die anfängliche Scheu - und auch bei Verkäuferin Kerstin glänzten die Augen.

Verkäuferin Micaela kam in Erwartung eines „Christkinds“

Auch im Verkaufsgespräch mit den geschickt taktierenden Händlern lief‘s erfreulich. 8.000 Euro bekam die Kandidatin für Vaters früheres Liebesgeschenk an ihre Mutter. „Ich freue mich sehr“, jubelte Verkäuferin Kerstin über die gelungene Weihnachtsüberraschung und umarmte ihren Ehemann überglücklich. Auch die anfängliche Fehl-Fehleinschätzung mit dem Kropf war dann schnell aus der Welt. Es sei eine Kette „für einen Schwanenhals“, wie es hieß. Elegant und wunderschön!

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Horst Lichter, der selbst ein wenig wie ein Weihnachtsmann aussah, hatte es mal wieder geschafft: Glück und Festtagsfrieden! Es ging kein einziger der Verkaufswilligen leer aus oder musste mit einer herben Enttäuschung nach Hause gehen. So erzielte ein im Altmeister-Stil aus dem 17. Jahrhundert vermutlich in der Werkstatt von Abraham van Diepenbeeck aus Antwerpen angefertigtes Gemälde einer Anbetungsszene durch die Drei Heiligen Könige einen Preis von 7000 Euro, der die Besitzer glücklich und stolz machte. Und das durchaus schon auch, weil auch Verkäuferin Micaela aus Meckenheim selbst in Erwartung eines „Christkinds“ ist.

Auch Barbie findet eine Bewunderin

Ähnlich froh waren die vormaligen Besitzer einer kleinen Spielkarten-Schatztruhe aus England, bei deren Ankauf die Händler sich gegenseitig zu unerwarteter Großzügigkeit anstachelten - bis zum Schlusspreis von 1.200 Euro für die Cardbox. Oder aber Oliver Born, der immerhin 1.400 Euro für eine gut erhaltene Modellanlage der Wuppertaler Schwebebahn aus den 60er-Jahren erhielt. Er hatte sie beim Entrümpeln entdeckt.

Ja selbst für das ästhetisch sehr spezielle Kunst-Arrangement einer Kandelaber-Garnitur aus Barbie-Puppen, die von dem Künstler Robert Fink einst zu einem Jubiläum der Spielzeugfigur entworfen wurde, fand sich in Händlerin Susanne Steiger eine Käuferin. 2.500 Euro wechselten die Besitzerin.

Chinesische Palasttür auf der Drachenburg

Umso spannender war dann der Eindruck, den Star-Influencerin Cathy Hummels in der nicht ganz alltäglichen Rolle eines Vor-Weihnachtsengels hinterließ. Auch bei ihr sah man vor Glück und Vorfreude weit aufgerissene Augen. Aber es war eben auch ein wenig Verwirrung, die sie in der ZDF-Sendung hinterließ. Und das lag nicht nur an dem eigenwilligen Verkaufsstück, das die 32-Jährige mitgebracht und zur fachkundigen Begutachtung vorgelegt hatte. Cathy Hummels war ohnehin nicht die Frau, um die es eigentlich ging: Sie begleitete lediglich ihre gute Freundin Kerstin, eine Hamburger Fotografin.

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In deren Familienbesitz befanden sich seit den 80er-Jahren die zwei Flügel einer prachtvoll mit Goldstaub-Malereien verzierten Palasttür aus dem China des mittleren bis späten 19. Jahrhunderts. 1600 Euro wollte die bisherige Besitzerin dafür mindestens haben. Experte Detlev Kümmel stellte einen Wert von 2000 bis 2800 Euro in Aussicht. Noch mehr wäre es wohl ohne die kleineren Wasserschäden am Holz geworden.

Cathy Hummels träumt: „Einfach die Flügel ausbreiten und wegfliegen“

Trotzdem: Immerhin war ja auch Cathy Hummels mit von der Partie. Und in der Digital-Unternehmerin in eigener Sache steckt eine gute Geschäftsfrau. So bearbeitete sie im Dienst ihrer Freundin später Horst Lichters versammelte Händler. „Wir haben mittlerweile eine sehr hohe Inflation“, mahnte Hummels. „Man sollte sein Geld schlau investieren.“ Sie selbst mache das durch die Investition in Handtaschen. „Sie sind eine wahre Geldanlage.“ Und siehe da: Der Hummels-Charme wirkte: Für stolze 3300 Euro - noch mal deutlich mehr als die Expertise nahegelegt hatte - gingen die China-Türen über den Tisch.

Blieb die Verwirrung: Und die betraf die überraschend Action-lastigen Weihnachtswünsche der jungen Mutter. Zunächst sagte sie noch, aus der Ferne auch an ihren dreijährigen Sohn Ludwig gerichtet: „Ich möchte ein Vorbild sein für meinen Sohn, der an allererster Stelle steht.“ Dann sprach Cathy Hummels über ihren Traum. „Ich möchte gerne fliegen können“, sagte sie zu Horst Lichter. „Einfach die Flügel ausbreiten und wegfliegen.“

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Was es damit auf sich hatte? „Ich bin vor Kurzem Fallschirm gesprungen“, erzählte die Influencerin und überraschte den eher erdverbunden Show-Gastgeber Horst Lichter damit offensichtlich sehr. „Und ich habe noch nie in meinem Leben eine solche Ruhe erlebt“, erzählte Cathy Hummels. Das passte dann ja wieder zur weihnachtlichen Botschaft der „Bares für Rares“-Spezialausgabe. „Was war das schön“, bilanzierte Horst Lichter. Von dieser Freude kann man sich nur anstecken lassen.

RND/Teleschau

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