Bär greift Mann an - Taxifahrer vertreibt das Raubtier

  • Die russische Stadt Jaroslawl hat seit einem Bärenangriff auf einen Fürsten im 11. Jahrhundert Meister Petz im Stadtwappen.
  • Gut tausend Jahre später wurde jetzt ein Fußgänger in der Dunkelheit von einem Braunbär angefallen.
  • Ein Taxifahrer blendete das Raubtier mit seinen Scheinwerfern und trieb es in die Flucht - überlebt hat auch dieser Bär seine Attacke nicht.
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Jaroslawl. Ein Braunbär hat in einer Großstadt in Russland einen Mann angegriffen und ihn verletzt. Eine Überwachungskamera in Jaroslawl etwa 260 Kilometer von Moskau entfernt filmte, wie das Tier bei Dunkelheit auf den Fußgänger zulief und ihn ansprang. Der 26-Jährige sagte Medienberichten zufolge, er sei dabei gebissen worden. Die Wunden seien aber nicht so schlimm. Ein Taxi-Fahrer, der zufällig vorbeifuhr, verhinderte wohl Schlimmeres: Mit dem Scheinwerferlicht des Wagens habe der Fahrer den Bären vertrieben.

Nach Angaben der Behörden hielt sich das Tier auch nach dem Vorfall am Montag in der Nähe der Stadt auf. Ein weiterer Angriff hätte nicht ausgeschlossen werden können. Deshalb hätten ihn Jäger erschossen. Die Krallen des 80 Kilogramm schweren und drei Jahre alten Bären seien bis zu vier Zentimeter lang gewesen, sagten die Experten und warnten: "Eine Begegnung mit einem wilden Tier kann traurig enden."

Jaroslawl feiert im November “Bärentag”

Der Bär ist das Wappentier von Jaroslawl. Man feiert in der Stadt im November auch den “Tag des Bären”, der das Ende des Sommers und den Beginn des Winters symbolisieren soll. Der Bär im Wappen geht auf den Kiewer Fürst und Stadtgründer Jaroslaw, den Weisen im 11 Jahrhundert zurück. Als Strauchdiebe einen Bären auf ihn hetzten, erschlug er den Angreifer angeblich mit seiner Streitaxt.

RND/dpa/hal

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