Bär an deutsch-österreichischer Grenze gesichtet

  • Nahe der bayerischen Grenze ist ein Braunbär in eine Fotofalle getappt.
  • Es ist bereits die zweite Sichtung in dieser Gegend.
  • Die Meinungen darüber, wie gefährlich der Bär ist, fallen sehr unterschiedlich aus.
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Ein Bär ist in Leermos in Tirol gesichtet worden. Wie die „Tiroler Tageszeitung“ am Samstag berichtete, tappte der Braunbär in einem von Menschen kaum besuchten Waldgebiet in der Nähe des Plansees in eine Fotofalle. Nach Angaben der Zeitung ist es die zweite digital festgehaltene Sichtung eines Bären im Tiroler Außerfern im laufenden Jahr 2019. Wie der Sender ORF Tirol berichtete, gab es zuvor eine Bärensichtung in einem Jagdrevier im Berwanger Tal. Vermutlich handelt es sich in beiden Fällen um dasselbe Tier. Er glaube nicht, dass es in diesem Gebiet zwei Bären gebe, sagte Bezirksjägermeister Arnold Klotz dem ORF.

Erst im Juli wurde nach einer DNA-Probe ein Bär für den Riss eines Rotwildes im Tiroler Außerfern verantwortlich gemacht. Auch im Pitztal hatte ein Bär im Juni mehrere Schafe gerissen. Am Freitag hatte das Land Tirol berichtet, dass in Matrei in Osttirol ein Schaf und ein Lamm gerissen wurden. Eine DNA-Probe soll hier noch klären, ob auch für diesen Fall ein Bär verantwortlich ist.

Ist der Bär eine Gefahr?

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Wie gefährlich dieser Bär ist, darüber gehen die Meinungen auseinander. „Das Tier ist sehr unauffällig und scheu“, sagt Klotz gegenüber dem „Merkur“. „Von ihm geht keine Gefahr aus.“ Die Stelle, an der der Bär fotografiert wurde, werde von Menschen kaum frequentiert.

Anders sieht das der Tiroler Landwirt und Obmann der Bezirkslandwirtschaftskammer, Christian Angerer. „Diese Nähe ist besorgniserregend“, sagte er der „Tiroler Tageszeitung“. „Unser Vieh ist zwar von den Almen zurück, aber noch nicht in den Ställen und steht überall im Reuttener Talkessel auf den Heimweideflächen. Der Bär hätte einen gedeckten Tisch.“

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RND/dpa/mat

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