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Bundesweit zahlreiche Badeverbote wegen Blaualgen in Seen

Trübes Wasser ist ein Anzeichen für Blaualgen.

Trübes Wasser ist ein Anzeichen für Blaualgen.

Hannover. Wegen der Verbreitung von giftigen Blaualgen gelten im ganzen Land Badeverbote an zahlreichen Badestellen. In Niedersachsen beispielsweise sind der Seeburger See und das Freibad Barbis im Landkreis Göttingen, das Heidestrandbad in Hemmoor im Landkreis Cuxhaven, die Thülsfelder Talsperre im Kreis Cloppenburg und der Ottersteder See im Kreis Verden, teilte das Niedersächsische Landesgesundheitsamt am Freitag mit. An 19 anderen Orten wie dem Teich am Ricklinger Bad in Hannover, das Zwischenahner Meer im Ammerland oder dem Dümmer See im Landkreis Diepholz werde außerdem vor Blaualgen gewarnt, wie die „Hannoversche Allgemeine Zeitung” (HAZ) berichtet.

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In Bautzen in Sachsen wird vom Baden in der Talsperre abgeraten. „Blaualgen können hautreizend oder giftig wirken”, teilte das Landratsamt Bautzen am Donnerstag mit. Sie seien an einer starken grünlichen Trübung des Wassers und bei starker Algenblüte an grünen Schlieren und schleimigen Schichten auf dem Wasser erkennbar.

Wer in knietiefem Wasser die Füße nicht mehr sehen könne oder Schlieren auf dem Wasser sehe, sollte auf das Baden verzichten, hieß es. Insbesondere solle darauf geachtet werden, kein blaualgenhaltiges Wasser zu schlucken. Kinder sollten dort nicht mehr baden, planschen und spielen. Falls nach dem Baden Beschwerden wie Übelkeit, Erbrechen, Durchfall oder Hautreizungen auftreten, sollte ein Arzt aufgesucht werden.

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Badeverbote auch in Mecklenburg-Vorpommern

In Mecklenburg-Vorpommern wurden bereits Anfang der Woche mehrere Badestellen gesperrt. Unter anderem im Ludwigshofer See wurde ein vermehrtes Aufkommen von Blaualgen festgestellt. In Brandenburg gibt es für zwei Seen ein offizielles Badeverbot wegen Blaualgen, den Helenesee bei Frankfurt (Oder) sowie den Möllensee bei Kagel.

In Bayern sind in Oberfranken in mehreren Gewässern Cyanobakterien, wie Blaualgen auch genannt werden. nachgewiesen worden. In Kulmbach wurde für die Kieswäsch ein Badeverbot ausgesprochen, während für das Weißenstädter See und das Waldbad Langer Teich eine Badewarnung verhängt wurde. In Hessen gibt es für zwei Seen eine Warnung wegen Blaualgen. Das Land Bremen warnt beim Waller Feldmarksee vor Blaualgen.

In Schleswig-Holstein warnt das Land am Bordesholmer See vor Blaualgen. Badeverbote bestehen nicht. Auf der Webseite des Landes heißt es: „Blaualgen treten zurzeit in schleswig-holsteinischen Binnengewässern nicht in nennenswerten Konzentrationen auf.” Auch in Nordrhein-Westfalen gibt es derzeit keine amtlichen Badeverbote, ebenso wenig wie in Baden-Württemberg, Berlin, Hamburg, Rheinland-Pfalz, dem Saarland und Thüringen.

Blaualgen breiten sich bei Badewetter aus

Blaualgen sind grundsätzlich immer in sehr niedriger Konzentration im Wasser vorzufinden, unter den richtigen Bedingungen können sie sich jedoch weiter ausbreiten. Viel Sonnenschein, hohe Temperaturen und lange Tage machen die Gewässer warm. Das ist schön für Badefreunde - jedoch auch Bakterien wie die Blaualge blühen bei diesen Voraussetzungen richtig auf.

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Wenn Blaualgen auftreten gilt jedoch nicht automatisch ein Badeverbot. Erst wenn es zu einer Blaualgenblüte kommt, schreiten die Kommunen ein. Darunter versteht man explosionsartige Vermehrungen der Blaualge.

RND/msc/goe/dpa

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