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Bad Segeberg will Nazi-Straßennamen ändern – Gegenwind von Anwohnern

  • Die Debatte um Straßen, die nach Persönlichkeiten aus der Zeit des Nationalsozialismus benannt sind, geht in die nächste Runde.
  • Bad Segeberg möchte aus diesem Grund gleich vier Straßen umbenennen.
  • Die Stadt trifft bei den Anwohnern allerdings keineswegs auf Verständnis.
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Bad Segeberg. Vier Straßennahmen sorgen in Bad Segeberg in Schleswig-Holstein derzeit für große Aufregung. Die Stadt möchte den Gustav-Frenssen-Weg, die Dr.-Helmut-Lemke-Straße, die Waldemar-von-Mohl-Straße und die Hindenburgstraße umbenennen, da diese nach Persönlichkeiten aus der Zeit des Nationalsozialismus benannt sind, berichtet RTL. Die Anwohner seien allerdings wenig begeistert von diesem Vorhaben.

Bürgermeister begründet seine Pläne

Bürgermeister Dieter Schönfeld erklärt zu einem der Straßennamen: “Gustav Frenssen ist ein Dichter, der in der Nazi-Zeit eine Position eingenommen hat, die mit demokratischen Grundzügen und Menschenachtung nicht in Einklang zu bringen ist.”

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Ursula Michalak, Vorsitzende des Seniorenbeirats in Bad Segeberg, ist gegen eine Änderung des Namens. “Ich denke, das ist gelebte Geschichte. Wir können nicht einfach sagen, wenn uns etwas missliebig ist, das eliminieren wir. Wissen wir denn, wie wir gehandelt hätten, wenn wir damals gelebt hätten?”, begründet sie ihre Sichtweise. Die Bürger sollten sich mit der Geschichte auseinandersetzen. Ihr Vorschlag: Unter den Straßenschildern soll eine kurze Erklärung der Persönlichkeiten angebracht werden.

Infoversammlung mit Anwohnern geplant

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Der Gustav-Frenssen-Weg wird in jedem Fall umbenannt, das steht bereits fest. Für die anderen drei Straßen soll noch in diesem Herbst eine Entscheidung getroffen werden. Dazu soll eine Versammlung mit den Einwohnern stattfinden, bei der sie über das Ergebnis der Überlegungen vom Bürgermeister informiert werden. Das Mitspracherecht hält sich aufseiten der Bürger also in Grenzen.

RND/nis

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