Bäcker soll 25.000 Euro Strafe zahlen, weil er Großbuchstaben nutzt

  • In seinem Geschäft hatte ein Bäcker in Berlin die Preise in „Preis pro KG“ angegeben – und nicht in „kg”.
  • Davon hat das Landesamt für Messwesen Wind bekommen – und verschickte eine Warnung.
  • Im schlimmsten Fall muss der Bäcker 25.000 Euro Strafe zahlen.
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Berlin. Ein kurioser Fall beschäftigt einen Bäcker in Berlin: Weil er seine Preise im Geschäft in „Preis pro KG“ statt „kg“ gekennzeichnet hatte, wurde ihm eine Strafe von 25.000 Euro angedroht. Darüber berichtet die„Berliner Morgenpost“.

Die saftige Geldstrafe wurde dem Bäcker vom Landesamt für Messwesen angekündigt. Die Begründung: Die Schreibweise könnte Kunden irritieren. Ein großgeschriebenes KG könne schließlich mit den Einheiten Kelvin (eine Einheit zur Messung der Temperatur) und Gauß (Einheit der magnetischen Flussdichte) verwechselt werden – oder mit einer Kommanditgesellschaft (eine Form der Personengesellschaft).

Bäcker: „Ich habe das für einen Scherz gehalten“

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Zunächst habe er den Hinweis des Landesamtes für einen Scherz gehalten, schildert der Inhaber gegenüber der Zeitung. Erst als die Behörde tatsächlich mit einer enormen Geldstrafe drohte, habe er die Warnung ernst genommen.

„Welcher Kunde denkt denn ernsthaft, dass ich hier Kommanditgesellschaften verkaufe?“, wird der Bäcker zitiert. Dennoch zeigte er sich einsichtig: Seit der Warnung kürzt er das Wort Kilogramm in seinem Geschäft mit „kg“ ab.

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RND/msc