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Automaten manipuliert: Betrüger erleichtern Spielhallen um halbe Million Euro

  • Mehr als eine halbe Million Euro soll eine Bande in deutschen Spielhallen erbeutet haben.
  • Dafür manipulierten die vermutlichen Täter nach Erkenntnissen der Polizei Spielautomaten.
  • Offenbar erhielten die Betrüger dabei bisweilen Unterstützung aus unerwarteter Richtung.
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Fürstenfeldbruck. „Ocean’s Eleven“ am Spielautomaten: Eine Bande mutmaßlicher Spielhallenbetrüger soll bundesweit mehr als eine halbe Million Euro erbeutet haben. Den Angaben zufolge manipulierten die Männer unter anderem aus Nordrhein-Westfalen und Bayern Spielautomaten so, dass diese ohne Grund Geld auswarfen, teilte die Polizei in Oberbayern am Dienstag mit. Die Bande war demnach an Orten in ganz Deutschland aktiv - 400 Betrugsfälle könnten auf ihr Konto gehen.

Bereits im September 2020 waren den Angaben zufolge drei mutmaßliche Bandenmitglieder im oberbayerischen Fürstenfeldbruck auf frischer Tat ertappt worden, nachdem nach Informationen des „Kreisboten“ in Fürstenfeldbruck ein Spielhallenbetreiber Unregelmäßigkeiten an seinen Automaten festgestellt hatte. Zwei der Verdächtigen stammen aus Dortmund, einer aus Oberbayern. Wenig später nahm die Polizei einen weiteren Verdächtigen in seiner Dortmunder Wohnung fest.

In den Betrug verwickelt waren indes offenbar nicht nur die Mitglieder der Bande selbst: Nach Erkenntnissen der Ermittler halfen in einigen Fällen auch Mitarbeiter der Spielhallen, indem sie über die Manipulationen hinweg sahen. Dafür hätten sie auch Geld von den Betrügern angenommen, schreibt der „Kreisbote“.

Beteiligung der Verdächtigen wird überprüft

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Zwei der vier Verdächtigen säßen noch immer in Untersuchungshaft, sagte ein Polizeisprecher: „Sie gelten nach jetzigem Ermittlungsstand als Haupttäter.“ Insgesamt werde gegen 14 Personen ermittelt. „Es muss noch geprüft werden, wie die einzelnen Tatbeteiligungen waren“, sagte der Sprecher.

Am 25. Februar durchsuchten die Ermittler weitere Wohnungen zweier Verdächtiger in Hessen, Rheinland-Pfalz und dem Saarland. Den beiden wird vorgeworfen, den Betrügern technisches Material zur Verfügung gestellt und diese geschult zu haben.

RND/dpa

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