Autofahrer (18) wendet in Rettungsgasse – das ist seine Strafe

  • Nach einem schweren Unfall bildet sich in Dortmund ein Stau, den will ein Fahranfänger (18) umfahren – als Geisterfahrer durch die Rettungsgasse.
  • Der Fall sorgt bundesweit für Schlagzeilen.
  • Jetzt steht seine Strafe fest.
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Dortmund. 240 Euro und ein Monat Fahrverbot: Das ist laut „Bild“ die Strafe für einen 18-Jährigen, der im August einen Stau in Dortmund durch die Rettungsgasse umfahren wollte – als Geisterfahrer.

Anfang August waren bei Dortmund zwei Autos frontal zusammengestoßen, laut Polizei war eine 69-Jährige in falscher Fahrtrichtung unterwegs gewesen. Die Frau starb später im Krankenhaus.

Den aus dem Unfall resultierenden Stau wollte der 18-jährige Fahrer eines weißen Audi abkürzen: Er wendete mitten auf der Autobahn und fuhr durch die Rettungsgasse zurück. Ein Feuerwehrmann, der nicht im Einsatz war und ebenfalls im Stau stand, fotografierte den zurückfahrenden Wagen und schickte das Bild der Polizei.

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Fahrer sieht sich im Recht

„Ein Polizist sagte mir, das könne man so machen“, rechtfertigte sich der Geisterfahrer später gegenüber „Bild“ für sein Verhalten. Das stimmt natürlich nicht, die Strafe folgte jetzt.

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Rettungsgasse richtig bilden
1:01 min
Rettungskräfte kommen oft nicht schnell genug an eine Unfallstelle.  © Mario Sadlau/RND

Wird das Bußgeld rechtskräftig, könnten noch zwei Punkte in Flensburg und eine Verlängerung der Probezeit sowie ein Aufbauseminar dazukommen. „Eine Entziehung der Fahrerlaubnis kommt erst nach einem zweiten schwerwiegenden Verstoß in Betracht“, so ein Sprecher der Stadt Dortmund zur „Bild“.

RND/jru

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