• Startseite
  • Panorama
  • Ausufernde Partys, aggressive Gäste: Berliner Park ab 20 Uhr gesperrt

Ausufernde Partys, aggressive Gäste: Berliner Park ab 20 Uhr gesperrt

  • Immer wieder verhielten sich Partygäste in einem Berliner Park aggressiv, bewarfen gar die Polizei mit Steinen und Flaschen.
  • Nun wird der James-Simon-Park ab 20 Uhr abgeriegelt.
  • Wer dennoch in dem Park feiern geht, muss mit einem Bußgeld von 25 Euro rechnen.
Anzeige
Anzeige

Berlin. Nach ausufernden Partys und Attacken auf Polizisten ist der Besuch eines Parks gegenüber der Berliner Museumsinsel künftig abends untersagt. Wer sich nicht daran hält, riskiere ein Bußgeld, sagte der Bezirksbürgermeister Stephan von Dassel (Grüne) am Donnerstag der Deutschen Presse-Agentur. Der Bezirk erlasse eine entsprechende Allgemeinverfügung, die am Freitag in Kraft treten soll. Von Dassel hatte diese Pläne am Mittwochabend auf Twitter angekündigt.

Ab 20 Uhr soll der Besuch des James-Simon-Parks nicht mehr erlaubt sein, nachdem es in der Corona-Zeit mehrfach zu Auseinandersetzungen zwischen feiernden Besuchern und Polizei gekommen war. Von Dassel kündigte an, der Bezirk werde mehrere Streifen zu Kontrollen in den Park schicken. „Wir haben sowohl Parkläufer aus dem Straßen- und Grünflächenamt als auch Mitarbeiter des Allgemeinen Ordnungsdienstes.“

Anzeige

Parkbesuch nach 20 Uhr kostet 25 Euro Bußgeld

Sie sollen nicht erst um 20 Uhr dort aufkreuzen, sondern Besucher bereits vorher auf die neuen Regeln hinweisen. „Je voller und je aggressiver es wird, umso mehr muss durch Polizei ergänzt werden“, sagte von Dassel. „Aber wir waren uns einig, dass wir da nicht von Anfang an mit einem Riesenpolizeiaufgebot sein wollen.“

Wer nach 20 Uhr noch im Park angetroffen werde, müsse mit einem Bußgeld ab 25 Euro rechnen, sagte der Bezirksbürgermeister. Je nach Schwere des Delikts könne es aber auch deutlich höher ausfallen.

Aggressive Parkgäste bewerfen Polizisten mit Steinen und Flaschen

Eine Umzäunung sei zunächst nicht geplant. „Das ist das aller-, allerletzte Mittel“, stellte der Bezirksbürgermeister klar. „Man kann nie etwas ausschließen, aber es geht darum, nicht baulich einzugreifen, sondern ein Bewusstsein zu schaffen, dass an dieser Stelle die Eskalationsspirale sich nicht weiter drehen darf.“ Er hoffe sehr, dass das ausreiche und akzeptiert werde. „Klar ist, was sich da abgespielt hat in den letzten Wochen und Monaten, kann nicht zum Dauerzustand werden.“

Im James-Simon-Park waren in der Vergangenheit regelmäßig Partys in den Abendstunden aus dem Ruder gelaufen. Erst am vergangenen Wochenende wurden Polizisten mit Flaschen und Steinen beworfen. In dem kleinen Park, der zeitweise mit rund 2500 Besuchern gefüllt war, wurden in der Nacht zum Sonntag 19 Polizisten verletzt.

RND/dpa

  • Laden Sie jetzt die RND-App herunter, aktivieren Sie Updates und wir benachrichtigen Sie laufend bei neuen Entwicklungen.

    Hier herunterladen