Australien kippt Zeitlimit für Haarschnitte wegen Corona

  • Ein Haarschnitt darf maximal 30 Minuten dauern - diese Regelung galt zur Bekämpfung von Corona in Australien.
  • Jetzt hat die Regierung das Gesetz gekippt.
  • Friseure hatten dagegen protestiert.
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Canberra. Ein Haarschnitt in maximal 30 Minuten - gegen diese Vorgabe der australischen Regierung im Kampf gegen die Ausbreitung des Coronavirus hat sich die Friseurbranche gewehrt. Nach einem Sturm der Entrüstung kündigte Premierminister Scott Morrison am Donnerstag an, dass das erst am Dienstag verhängte Zeitlimit mit sofortiger Wirkung gekippt werde. Friseure müssten aber dennoch neue Regeln einhalten, etwa nur einen Kunden je vier Quadratmeter Ladenfläche zuzulassen.

In Deutschland sind Friseursalons wegen der Corona-Krise derzeit geschlossen. In Australien gibt es mehr als 2500 Infizierte, bislang starben nach Angaben des australischen Gesundheitsministeriums elf Menschen an der vom Coronavirus Sars-CoV-2 ausgelösten Lungenkrankheit Covid-19. In Australien ist aber bei weitem nicht alles geschlossen. Die Behörden hielten Menschen jedoch an, ihr Zuhause nur für die Arbeit oder wichtige Gänge zu Geschäften zu verlassen. Restaurants und Pubs bieten nur Lieferservice oder Essen zum Mitnehmen an.

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“Vorgabe gefährdet Existenz”

Die Zeitvorgabe für Friseure hatte dazu beitragen sollen, dass die soziale Distanz gewahrt und damit die Ansteckungsgefahr reduziert werde. Der australische Berufsverband der Friseure bezeichnete die Maßnahme als “empörend” und sagte, die Vorgabe gefährde die Existenz von etwa 40 000 Friseuren. Haarschnitte für Männer seien unter 30 Minuten machbar, aber die Mehrheit der Salons könne das Zeitlimit nicht einhalten.

RND/dpa

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